Webcast

So holen IT-Chefs die Innovationskraft aus der Wolke

24.04.2018
Anzeige  Cloud Computing fördere die Innovationsfähigkeit, so das Versprechen. Ein Webcast der Computerwoche am 8. Mai unternimmt den Praxis-Test.
Wer konkreten Nutzen aus der Cloud ziehen will, muss sie managen können.
Wer konkreten Nutzen aus der Cloud ziehen will, muss sie managen können.
Foto: bluebay - shutterstock.com

API und Microservices, DevOps und Container - das sind nur zwei Schlagworte, die für schnelle und moderne IT stehen. Wie Cloud Computing Unternehmen zukunftsfähiger machen kann, untersucht ein Webcast der Computerwoche.

Konkret geht es um das Management von Multi-Cloud-Umgebungen. Henning Sternkicker, Client Technical Professional Cloud bei IBM Germany, und sein Kollege Ingolf Hohensee, IBM Cloud Private Sales Leader, skizzieren den Brückenschlag zwischen Private und Public Cloud. Die Sicht des Analysten vertritt Heiko Henkes, er ist Director bei ISG Research. Fachjournalist Detlef Korus moderiert den Webcast.

Der Ausgangspunkt der Diskussion lässt sich mit einem Stichwort zusammenfassen: Komplexität. "Es hat sich so viel verändert, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll", konstatiert Analyst Henkes," die IT wird jetzt als Produktionsfaktor wahrgenommen!" Das heißt für den CIO: er muss die richtige Cloud liefern können.

Seine Kunden stellen ihm Fragen wie: Welche Infrastrukturen erlauben mir die nötige Geschwindigkeit unter GCR-Aspekten (Governance, Compliance, Risk)? Was sind Container? Was ist DevOps? Mancher will wissen, ob er nun den Hebel komplett umlegen muss.

Moderator Korus lässt an dieser Stelle die Webcast-Zuschauer zu Wort kommen. Wie weit sind sie derzeit im Multicloud-Einsatz? Eine Spontan-Umfrage zeigt: 40 Prozent stecken noch in der Planung, 33 Prozent sehen sich in der Experimentierphase. 20 Prozent setzen Multicloud-Management bereits produktiv ein (IT-seitig). Dieser Anteil wird steigen, erwartet Henkes: "Cloud-Spendings nehmen stark zu", beobachtet er. In Zahlen: zwischen 2015 und 2020 rechnet er mit einem Wachstum von teilweise mehr als 30 Prozent. "Das geht in Richtung 30 Milliarden und mehr, was einem Drittel des gesamten IT-Marktes in Deutschland entspricht" so der Analyst.

Vier Top Prioiritäten im Cloud Management

Henkes identifiziert vier Top Prioiritäten im Cloud Management: die Applikationsstrategie, das Management der Altlasten, das Vorantreiben eines Kulturwandels und das Thema IT-Organisation in agilen Unternehmen. IBM-Experte Hohensee ergänzt: "Der Fokus für Cloud-Anwendungen verändert sich von Kostensenkung über Speed zu Transformation!"

Und eben hier muss der CIO die Brücke schlagen können. "Die Public Cloud wächst dramatisch, die Private auch", führt Hohensee aus. "Wie kriegt man die losen Enden im Untenrehmen zusammen und macht ein Ganzes draus?" Denn unterschiedliche Clouds dürfen nicht wiederum zu unterschiedlichen Silos führen. Er sieht die Private Cloud als Brückenschlag, weil sie eben auch die nötige Governance ermöglicht.

Die IBM Prinzipien der Cloud Lösungen lauten Public, Dedicated und Private. Experte Sternkicker skizziert den Überblick über die IBM Cloud Private so: Enterprise Content Catalog, Core Operational Services, Kubernetes Container Orchestration Platform und On-Premise Watson Services. Dem IT-Entscheider stehen als einzelne Komponenten alle Möglichkeiten von Kontrolle bis Flexibilität zur Verfügung, also von IaaS Infrastructure as a Service über CaaS, PaaS und FaaS bis zu SaaS.

Alles dreht sich um Agilität

Doch was erwarten sich eigentlich die Nutzer vom Multicloud-Einsatz im Unternehmen? Eine weitere Umfrage zeigt, dass fast jeder (95 Prozent) Webcast-Zuschauer auf Agilität abzielt. Außerdem wollen sie die Innovationsfähigkeit ihres Unternehmens steigern (79 Prozent) und neue Geschäftsmodelle ermöglichen (42 Prozent).

Wie Cloud-ready ein Unternehmen ist, das macht Analyst Henkes von verschiedenen Faktoren abhängig, etwa von Data Sensitivity, Databases/Shared Libraries, Vulnerabilities, Level of Automation sowie der involvierten Workloads und der Availiability. Henkes betont: "Wenn ich agil entwickeln möchte, muss ich nicht alles im DevOps-Verfahren umsetzen." Natürlich läuft vom Connected Car bis zum Kantinensystem alles IT-gestützt - aber nicht alles erfordert die gleiche Geschwindigkeit.

"Mit einem Tool ist es nicht getan"

Eine dritte Umfrage verdeutlicht, welche Herausforderungen die Zuschauer mit Multicloud verknüpfen. Ganz oben auf der Liste steht das Finden eines passenden Werkzeugs für das Multicloud-Management (73 Prozent). Es folgen das Anpassen der Legacy-Systeme (47 Prozent) und die Applikationsstrategie sowie die Definition von Regeln für den Cloud-Einsatz (jeweils 40 Prozent). Weiter nennen die Zuschauer den Kulturwandel mit 33 Prozent und Agilität für IT-Organisation mit 27 Prozent.

Das deckt sich mit den Erfahrungen von IBM-Manager Sternkicker. Die dringlichsten Fragen drehen sich um Container-Orchestrierung. "Die Kunden wollen wissen: Was ist das richtige Tool dafür?" Doch die Gespräche zeigen dann schnell: "Mit einem Tool ist es nicht getan", weiß Sternkicker, "und dann sind wir eben doch bei der Kulturfrage!"

Hier den Webcast ansehen

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