FAQ zu E-Mail-Sicherheit

So sichern Sie Ihre E-Mails ab

28.11.2012
Von Frank-Michael Schlede und Thomas Bär

Wie kann ich E-Mail-Nachrichten sicherer versenden?

Die einfache Antwort auf diese Frage lautet: Verschlüsseln Sie ihre Nachrichten! Warum aber verschlüsseln dann nicht mehr Anwender ihre Nachrichten standardmäßig? Wer zudem einmal versucht hat, einem Geschäftspartner oder gar einer Bank oder Behörde eine verschlüsselte Nachricht zu übermitteln, wird ebenfalls festgestellt haben, dass die Verbreitung dieser Sicherheitsmaßnahme eher gering ist.

Das liegt unter anderem daran, dass die Anbieter von Mail-Programmen keine entsprechende Standardlösung in ihren Produkten integrieren (oder auch nur so etwas etablieren) und viele Lösungen auf dem Markt leider etwas unpraktisch in der Anwendung sind.

Verschlüsselung bringt Sicherheit: Mit der Software GPG4win steht eine Lösung zur Verfügung, die unter anderem OpenPGP auch für Windows-Systeme bereitstellt.
Verschlüsselung bringt Sicherheit: Mit der Software GPG4win steht eine Lösung zur Verfügung, die unter anderem OpenPGP auch für Windows-Systeme bereitstellt.
Foto: Thomas Bär / Frank-Michael Schlede

Lösungen zum Verschlüsseln der E-Mails: Eine Freeware-Lösung, deren Einsatz auch vom BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) aktiv unterstützt wird, trägt den Namen GPG4win (GNU Privacy for Windows) und steht zum kostenlosen Download für Windows-Systeme bereit. Die Software kann nicht nur die E-Mail-Nachrichten, sondern auch Dateien und Ordner auf dem PC verschlüsseln. Auch die Integrität der Daten lässt sich mittels der Software durch den Einsatz digitaler Signaturen sichern. Als Standards werden dabei OpenPGP und S/MIME (X.509) unterstützt. Neben dem eigentlichen Verschlüsselungsprogramm GNUPG beinhaltet das Paket eine Software mit Namen "Kleopatra", die als Zertifikatsmanager arbeitet. Die Software ist so angelegt, dass sie sich leicht unter Windows installieren lässt. Sie arbeitet mit Windows XP, Vista und Windows 7 zusammen und unterstützt dabei sowohl 32- als auch 64-Bit-Systeme.

Wer Microsoft Outlook in der Version 2003 oder 2007 verwendet, findet nach der Installation einen neuen Menüpunkt in seinem Programm, der ihm das Verschlüsseln und Signieren seiner Nachrichten erlaubt. Das Programm führt schon bei der Installation durch das Anlegen eines entsprechenden Schlüsselpaares. Kommt allerdings Outlook 2010 zu Einsatz, bekommt der Anwender keine Integration der Lösung geboten: Er muss die Dateien "von Hand" verschlüsseln und in seine Nachricht übertragen.

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