Von wegen junge Nerds

So sind Hacker und Cyberkriminelle wirklich

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Die großen historischen Trends beim organisierten Verbrechen laut London Metropolitan University
Die großen historischen Trends beim organisierten Verbrechen laut London Metropolitan University
Foto: London Metropolitan University/Detica BAE Systems

Die London Metropolitan University betrachtet Cyber-Kriminalität grundsätzlich als organisierte Kriminalität. 80 Prozent dieser Aktivitäten fänden als organisierte Form statt. Etwa die Hälfte der Gruppen zähle mindestens sechs Mitglieder.

Neue Ära organisierter Kriminalität

Für die Studienautoren ist das organisierte Verbrechen des digitalen Zeitalters eine neue Ära organisierter Kriminalität. Betrachte man die vergangenen hundert Jahre chronologisch, fielen vier Zeiträume auf: Die 1920er-Jahre, die 1940er-Jahre, die Jahre von 1970 bis Ende 1980 und heute.

Konkret: In den 1920ern organisierten sich Kriminelle vor allem um Alkohol, Glücksspiel und Schutzgelderpressung. Die 1940er waren in Folge des Zweiten Weltkrieges von Schwarzmarkt-Aktivitäten geprägt.

In der Zeit von 1970 bis Ende der 1980er baute das organisierte Verbrechen einen weltweiten Drogenhandel auf. Heute drehe es sich stark um digitale Kriminalität.

Aus Sicht der Forscher ist die IT dabei kein Selbstzweck. Illegales Glücksspiel etwa habe eben nur die Welten gewechselt - von der haptischen in die virtuelle.

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