5 Tipps von Franklin Covey

So werden Manager produktiv und zufrieden

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.

3. Planen Sie die großen Steine.

Sortieren Sie nicht die kleinen. Die knappste Ressource ist die menschliche Aufmerksamkeit, wissen Thomas Davenport und John C. Beck. Sie schreiben: "Das Wissen darum, wie Aufmerksamkeit funktioniert und wie man sie lenkt, ist heute die wichtigste Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg."

Große Steine sind Dinge, die auf jeden Fall erledigt werden müssen. Da Franklin Covey ja den Blick auf den ganzen Menschen verspricht, zählen die Consultants Dienstliches wie das Teambudget und die Projektbilanz ebenso dazu wie Privates, etwa das Fahrradfahren mit dem Sohn. Kleine Steine sind unnötige Unterbrechungen, unwichtige E-Mails, Statusmeldungen und Ähnliches.

4. Beherrschen Sie die Technologie. Lassen Sie sich nicht von ihr beherrschen. Elektronische "Helfer" können die Arbeitslast steigern, statt sie zu verringern. Franklin Covey rät, alle einströmenden Informationen in vier Kategorien einzuteilen: Termine, Aufgaben, Kontakte und Notizen/Dokumente. Wer nach wie vor gerne Dinge aufschreibt, sollte alles in einem Büchlein festhalten statt auf unzähligen losen Zetteln. Die Regel lautet hier "Alles an einem Ort!" Wer sich lieber digital sortiert, hält sich an die Regel: "Alles ist von überall erreichbar", das heißt: Die Informationen liegen in der Cloud, wo man von jedem Ort mit Internetverbindung aus auf sie zugreifen kann.

5. Bewahren Sie Ihr Feuer. Brennen Sie nicht aus. Bei diesem Punkt bezieht sich Franklin Covey auf das Zusammenspiel von Körper, Geist und Psyche. Die menschliche Energie hänge von fünf Faktoren ab: Bewegung, Ernährung, Schlaf, Entspannung und sozialer Nähe. Sie empfehlen daher regelmäßigen Sport. Dazu John Ratey von der Harvard Medical School: "Ich kenne 93-Jährige, deren Gehirn sich verändert, wenn sie mit Sport beginnen."

Stichwort Entspannung: Die Consultants betonen, dass es viele WegeWege gibt, sich zu erholen, vom Spaziergang über den Kneipenbesuch mit dem besten Freund bis zu Gartenarbeit. Mancher tankt auf, wenn er sich ehrenamtlich in einem Verein engagiert, ein anderer, wenn er still für sich ein Buch liest. Wichtig sei, eine Erholungsstrategie zu entwickeln und sie auch umzusetzen. Alles zu Karriere auf CIO.de

Franklin Covey-Managerin Kaunzner beobachtet, dass das Bewusstsein für diese Thematik - die Bedingungen für qualitativ bessere Arbeit - wächst. Zumindest große Konzerne verstünden, dass Entscheider, die sich selbst und ihre Energie gut managen, klügere Entscheidungen treffen. Schon weil große Unternehmen auf die Innovationsfähigkeit ihrer Köpfe angewiesen sind, haben sie ein Eigeninteresse an diesem Thema. Beim Mittelstand sieht Kaunzner dagegen noch einigen Nachholbedarf.

Wichtig ist ihr, dass die Tipps rund um das "Auftanken" dem Privatleben dienen - und nicht irgendeinem Wettbewerb. Kaunzner, früher selbst Triathlon-Läuferin, warnt vor Ehrgeiz und Leistungsdruck etwa beim Joggen. Sie betont: "Es geht hier wirklich um das Gespür für den Körper!"

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