Analysten rechnen mit Marktkonsolidierung

SOA: Die Anbieter rüsten sich zum Konkurrenzkampf

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.

Derzeit nehmen die Anbieter vor allem Großunternehmen ins Visier. Binnen zwei bis drei Jahren, so Rob Hailstone, werden sie sich auch Mittelständlern und kleineren Firmen zuwenden müssen. Das wird nicht nur Marketing- und Sales-Strategien verändern, sondern auch die Produkte selbst. Schlagworte wie Ease-of-use und Produkte mit geringerer Administration dürften bei Mittelständlern ziehen.

Im gleichen Maße werden allerdings die Vorreiter in Sachen SOA Erfahrungen und damit immer höhere Erwartungen entwickeln. Wer als Anbieter mithalten will, muss auf schnelle Implementierung und hohe Automatisierung setzen.

Fazit: Die Butler Group hält am Hype um SOA fest. Dass Rob Hailstone von einer hohen Adaption spricht, ist schon erstaunlich. Hatten die Analysten doch erst Ende vorigen Jahres in einer Studie festgestellt, dass sechs von zehn Unternehmen zwar eine SOA-Strategie eingeführt haben wollen - aber nicht einmal eines von zehn die Services zum Laufen gebracht hat.

Und der Berater Experton hatte sich im Sommer vorigen Jahres speziell den deutschen Markt angesehen. Demnach haben ganze drei Prozent der Unternehmen hierzulande eine Lösung auf SOA-Basis im Einsatz. Eine Mehrheit von 45 Prozent hatte in der Befragung angegeben, keine oder fast keine Kenntnisse über service-orientierte Architekturen zu haben.

Zur Startseite