Codes zum wiederverwenden sollen den Lebenszyklus der Anwendungen optimieren

SOA: Ohne Governance wird es teuer

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Treiber für SOA-Management und Governance
Treiber für SOA-Management und Governance

Dabei steht genau der von Aberdeen favorisierte Punkt Governance mit 44 Prozent der Nennungen ganz oben auf der Liste der Knackpunkte. An zweiter Stelle (39 Prozent) nennen die Befragten den Umstand, dass Sicherheitsfragen in service-orientierten Architekturen anders angegangen werden müssten als bei ihrer bisherigen IT. Als weitere Brennpunkte gelten SLAs und Skalierbarkeit (38 Prozent), Debugging-Probleme mit komplexen Services (35 Prozent) und das Daten-Management (34 Prozent).

Selbst unter den "Klassenbesten" hat nur jeder Dritte mehr als zwei Jahre Erfahrung mit SOA

Die Autoren der Studie haben nach den Treibern für Investitionen in SOA Management und Governance gefragt. Geht es nach den favorisierten "Best in Class"-Firmen, steht das Entwickeln neuer Business-Fähigkeiten, neuer Produkte oder Dienstleistungen im Vordergrund. Außerdem wollen die Unternehmen der Komplexität ihrer IT Herr werden und Anwendungen via Web-Services wiederverwenden können. Weitere Punkte sind Business-Alignment und das schnellere Implementieren von Software.

Groß ist die Erfahrung mit service-orientierten Architekturen noch nicht: Jeder dritte Klassenbeste hat schon vor mehr als 24 Monaten mit dem Implementieren von SOA-Services begonnen - gegenüber zwölf Prozent der Unternehmen im Durchschnitt. Mehr als ein Jahr Erfahrung haben 24 Prozent der "BiCs" und 18 Prozent der Durchschnittsfirmen. Auf sechs bis zwölf Monate Erfahrung blicken 19 Prozent der "Best in Class"- und 27 Prozent der Durchschnittsunternehmen zurück.

Stark unterschiedlich sind die Zahlen auch bei den SOA-Anfängern: Je 19 Prozent der Durchschnittsfirmen haben vor weniger als sechs Monaten mit der Implementierung begonnen oder sind noch in der Planungsphase. Unter den Klassenbesten ist es mit jeweils zehn Prozent nur rund die Hälfte.

Trotz aller Probleme halten die Analysten daran fest: So schwierig der Weg der Implementierung sein möge - SOA sei nun einmal die beste Lösung.

Zur Startseite