IT-ler im Zwist mit Marketing-Abteilungen

Social Software zwischen Mythos und Mogelpackung

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Der Einsatz-Zweck von Social Software.
Der Einsatz-Zweck von Social Software.

Das Geld ist denn auch einer der Punkte, an denen sich in den Unternehmen Streit entzünden kann. Laut Forrester haben die IT-Entscheider zum Web 2.0-Hype eine ganz andere Einstellung als die Kollegen aus dem Marketing. Konkret: Ihnen ist das nicht nur zu teuer, sie zweifeln außerdem am Nutzen.

Wofür Forrester durchaus Verständnis hat - verschlingt allein der Unterhalt der bestehenden Systeme doch schon 70 Prozent der ohnehin nicht üppigen IT-Budgets. Viele CIOs seien daher nicht bereit, für "unsichere Technologie auf Endverbraucher-Niveau und mit geringem Wert" in die Tasche zu greifen.

Wenn das Marketing auf seinen Wünschen beharrt, ist es aber auf die IT-Abteilung angewiesen - Stoff für Konflikte dürfte gegeben sein.

CIOs im Mittelstand haben es leichter

Wohl dem CIO, der bei einem Mittelständler arbeitet. Unter den Firmen mit weniger als 500 Mitarbeitern setzt nur knapp jede Dritte (32 Prozent) Social-Software-Anwendungen ein. Das heißt umgekehrt: 68 Prozent nutzen solche Technologien überhaupt nicht.

"Von diesen 68 Prozent geben mehr als die Hälfte, etwa 59 Prozent, als Grund dafür an, dass sie keine Notwendigkeit und keinen Sinn im Einsatz von Social Software sehen", erklärt Jenny Meyer.

Zur Startseite