Standortfrage

Spitzentreffen zur Fusion von Deutscher Börse und LSE

15.01.2017
Die umstrittene Standortfrage bei der geplanten Fusion der Deutschen Börse mit der London Stock Exchange LSE soll laut einem Pressebericht bei einem Treffen am Dienstag in Wiesbaden diskutiert werden.
Das Tagesgeschäft sollen wie bisher die Zentralen in Eschborn sowie London steuern.
Das Tagesgeschäft sollen wie bisher die Zentralen in Eschborn sowie London steuern.
Foto: Deutsche Boerse

Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf Finanzkreise schreibt, nehmen auf Seiten der hessischen Landesregierung Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) teil. Von der Deutschen Börse sollen der Vorstandsvorsitzende Carsten Kengeter und der Aufsichtsratschef Joachim Faber kommen. Auch die LSE sei mit den Spitzen des Vorstands und des Aufsichtsrats vertreten, schreibt das Blatt.

Ein Deutsche Börse-Sprecher sieht in den anberaumten vertraulichen Gesprächen eine Fortsetzung des seit März geführten Dialoges im Zuge der geplanten Fusion. Die Deutsche BörseDeutsche Börse und die LSE hatten damals vereinbart, die Dachgesellschaft des Gemeinschaftsunternehmens in London anzusiedeln. Das Tagesgeschäft sollen wie bisher die Zentralen in Eschborn sowie London steuern. Gegen die starke Stellung Londons hatte es schon vor dem Brexit-Votum Widerstand gegeben. Durch das britische Referendum sehen sich die Kritiker bestätigt. Im Juni hatten die Briten dafür gestimmt, dass Großbritannien als erstes Land überhaupt die Europäische Union verlässt. Das genaue Prozedere ist noch offen. Top-500-Firmenprofil für Deutsche Börse

Neben den EU-Wettbewerbsbehörden und der hessischen BörsenaufsichtBörsenaufsicht hatte zuletzt auch EZB-Präsident Mario Draghi ein Auge auf das Fusionsvorhaben geworfen. Da beide Partner Tochtergesellschaften mit Banklizenzen hätten, könne der Zusammenschluss zu einem Eignerwechsel bei einer Bank aus der Eurozone führen, schrieb Draghi in einem Brief an das EU-Parlament. Dies müsste die Europäische Zentralbank dann sorgfältig prüfen. (dpa/rs) Top-Firmen der Branche Finanzen

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