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Digital Leader Award 2017

Startup ermöglicht Zwangsvollstreckung ohne Inkassobüros

Susanne Köppler ist nach einigen Jahren als Praktikantin und freie Mitarbeiterin in den Redaktionen des IDG Medienhauses nun als Content Managerin Events für die inhaltliche Ausgestaltung der Channel- und C-Level-Events bei IDG verantwortlich.
Zahlt ein Schuldner nicht, können Schweizer Unternehmen den Weg der Betreibung (Zwangsvollstreckung) gehen. Häufig werden diese Verfahren an Inkassodienstleister übergeben, das Startup tilbago bietet mit der Digitalisierung des Betreibungswesens aber eine effiziente Alternative.

Unternehmen bleibt häufig nur der Rechtsweg. Dieser geht in der Schweiz über das Betreibungsbegehren per Betreibungsamt, also durch amtliche Zwangsvollstreckung. Hierbei müssen die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden, weshalb viele Unternehmen Inkassodienstleister beauftragen. Als Alternative bietet die Schweizer Firma tilbago eine Online-Lösung, mit der Unternehmen Betreibungsverfahren elektronisch einleiten und durchführen können.

Anwender der tilbago-Lösung können per Mausklick nach dem Schweizer Schuldner- und Konkursgesetz die Betreibung einleiten und dabei die elektronische Ämterkommunikation nutzen. Die Lösung leitet die Kunden verständlich durch die gesetzlichen Schritte, ohne dass Spezialwissen oder eine Installation notwendig ist.

Das komplette Inkassoverfahren von der Kundenregistration und der Fallerfassung bis zum Versenden des Betreibungsbegehrens lässt sich auf diese Weise digital abwickeln. Damit wird das Verfahren einfacher, kostengünstiger und zielführender. Für Neukunden dauert dieser Prozess etwa fünf Minuten, für Bestandskunden geht es noch schneller.

Das Startup tilbago beschäftigt drei Mitarbeiter und setzt auf externe Dienstleister. "Mit der Minderheitenbeteiligung durch PostFinance an tilbago konnten wir den bestmöglichen Schweizer Partner für unser Geschäftsmodell gewinnen", erläutert Harley Krohmer, Verwaltungsratspräsident der tilbago AG.

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