CIO Auf- und Aussteiger


Lowell-Gruppe

Stefanie Kemp kümmert sich um Inkasso-IT



Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
Als neue Group Director Innovation & Transformation verantwortet Stefanie Kemp nun die Innovation beim Dienstleister für Forderungsmanagement. Sie kommt von den Energieversorgern RWE und Innogy.
Stefanie Kemp ist nun bei Lowell.
Stefanie Kemp ist nun bei Lowell.
Foto: Lowell Group

Seit April 2018 ist Stefanie KempStefanie Kemp (54) Group Director Transformation & Innovation bei Lowell, einem Dienstleister für Forderungsmanagement und Inkasso. Die Position wurde neu geschaffen. Kemp berichtet an den Gründer und CEO James Cornell. Profil von Stefanie Kemp im CIO-Netzwerk

Ihre berufliche Laufbahn begann Stefanie Kemp zunächst in der Healthcare-Branche. Dann startete sie vor rund 28 Jahren in der IT. Nach rund zehn Jahren auf der Lieferanten- wechselte sie 2002 auf die Anwenderseite. Dort arbeitete sie zunächst für die HypoVereinsbank und Thomas Cook.

Sechs Jahre CIO bei Vorwerk

Von November 2006 bis Ende 2012 war Kemp Group Information Officer bei der VorwerkVorwerk & Co. KG in Wuppertal, einem Hersteller von Haushaltsprodukten. Im April 2013 ging Kamp als IT-Managerin zum Essener Energieversorger RWERWE, wo sie von 2013 bis 2017 im Bereich IT Governance arbeitete. Von April 2017 bis Ende 2017 war sie zudem bei der RWE-Tochter InnogyInnogy, die am 1. April 2016 gegründet wurde, Head of Digital Domain. Top-500-Firmenprofil für Innogy Top-500-Firmenprofil für RWE Top-500-Firmenprofil für Vorwerk

Darüber hinaus ist sie seit Gründung 2014 der Initiative Digitale Wirtschaft NRW als Beiratsmitglied tätig. 2011 wurde Stefanie Kemp Preisträgerin des "Global Exchange Award" (Platz 3), sie erreichte im Wettbewerb "CIO des Jahres" von "CIO" und "Computerwoche" ebenfalls 2011 den achten Platz in der Kategorie Großunternehmen.

"Mit VIA (Vorwerk Integrated Architecture"-Projekt, Anm. d. Red.) hat Frau Kemp eine nicht ganz alltägliche, aber wohl recht zukunftssichere IT-Architektur in 20 Ländern" aus dem Boden gestampft. Genau die sei "ein atemberaubender Gedanke, vergleichbar mit dem in den 1960er-Jahren sehr innovativen Vertriebswegen des Vorwerk-Staubsaugers", hieß es bei der Preisverleihung.

Prozessmodellierung und -standardisierung

Als ihre wichtigsten anstehenden Aufgaben und IT-Projekte nennt Kemp:

  • Prozessmodellierung und -standardisierung innerhalb der Transformation Lowells, insbesondere nach der Übernahme ausgegliederter Landesgesellschaften von Intrum in mehreren nordischen Ländern. Durch den kontinuierlichen Ausbau des Geschäftes und der Übernahme der Geschäftsaktivitäten in Finnland, Estland, Schweden, Norwegen und Dänemark soll über ein einheitliches Prozess-Modell die Integration und Harmonisierung vorangetrieben werden. Zusätzlich sollen aus dem Kerngeschäft Best Practice Ansätze identifiziert und gruppenweit etabliert werden.

  • Suche nach innovativen Ansätzen sowie Implementierung digitaler Services von Cloud Lösungen bis hin zu Robotics und AI.

  • Aufbau einer digitalen Einheit und eines Innovation Hubs mit dem Schwerpunkt Financial Services.

Im Team von Kemp arbeiten rund 50 Mitarbeiter, in der IT-Abteilung sind über 400 Menschen beschäftigt.

Lowell Gruppe plus GFKL Gruppe

Lowell kauft Forderungen auf, managt diese und bietet Business Process Outsourcing, Kreditmanagement und E-Commerce-Lösungen an. Es ist das nach eigenen Angaben zweitgrößte Kreditmanagement-Unternehmen in Europa und beschäftigt rund 4.400 Mitarbeiter in drei Regionen (UK, DACH, und Nordics). Hauptsitze des Unternehmens sind in Leeds (Großbritannien) und Essen.

Lowell ist 2015 aus dem Zusammenschluss zweier Unternehmen aus Großbritannien und Deutschland entstanden: der Lowell Gruppe und der GFKL Gruppe. Im Jahr 2018 schloss Lowell die Übernahme ausgegliederter Landesgesellschaften des Unternehmens Intrum ab. Lowell wird unterstützt von der globalen Private-Equity-Gesellschaft Permira sowie dem Ontario Teachers' Pension Plan.

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