Telekom-Tochter

T-Systems verliert Großauftrag von Thyssenkrupp

01.02.2018
Die Telekom-Tochter T-Systems hat den Industriekonzern Thyssenkrupp als Großkunden verloren. Man habe sich "einvernehmlich" getrennt, teilten beide Firmen am Donnerstag auf Anfrage mit.
Schlechte Stimmung in der T-Systems-Zentrale: Ein Großkunde geht.
Schlechte Stimmung in der T-Systems-Zentrale: Ein Großkunde geht.
Foto: Telekom

Der Zeitschrift Wirtschaftswoche zufolge hatte der seit 2014 laufende Sieben-Jahres-Vertrag ein Volumen von insgesamt etwa 700 Millionen Euro. Die Telekom-Fachleute sollten das IT-System bei ThyssenkruppThyssenkrupp vereinheitlichen und verbessern. Top-500-Firmenprofil für ThyssenKrupp

Nun aber die Trennung. 100 Mitarbeiter, die im Rahmen des Outsourcing-Großauftrags von Thyssenkrupp zu T-SystemsT-Systems gewechselt waren, kehrten bereits zum Jahresbeginn zum Essener Konzern zurück. Man werde die Konsolidierung der eigenen IT-Landschaft künftig schrittweise vorantreiben und dabei neuen technologischen Entwicklungen Rechnung tragen, sagte ein Thyssenkrupp-Sprecher. T-Systems übernehme dieses Jahr noch gewisse Aufgaben im Rahmen des ursprünglich bis 2021 geplanten Auftrags, um eine "ordnungsgemäße Übergabe" sicherstellen, so ein T-Systems-Sprecher. Alles zu T-Systems auf CIO.de

T-Systems ist das Sorgenkind des Bonner Konzerns, seit einigen Jahren hat die Telekom-Tochter mit schrumpfenden Umsätzen und roten Zahlen zu kämpfen. Ein seit Jahresbeginn amtierender neuer Chef hatte kürzlich eine Umstrukturierung angekündigt, Arbeitnehmervertreter befürchten einen Teilverkauf oder Personalabbau. T-Systems hat 37.000 Mitarbeiter, davon etwa die Hälfte in Deutschland. (dpa/rs)

Links zum Artikel

Thema: T-Systems

Top500-Firmenprofil: ThyssenKrupp

Kommentare zum Artikel

comments powered by Disqus
Zur Startseite