Mitarbeiter(un)zufriedenheit

Technologie ist ein Reizthema für Mitarbeiter

24.11.2023
Anzeige  Noch vor einigen Jahren war die Anwesenheit im Büro Normalität – die Zäsur kam mit der Pandemie. Doch bei hybriden Arbeitsmodellen werden Technologien manchmal zum Stolperstein.
Nur jeder fünfte deutsche Arbeitnehmer ist der Meinung, dass er über die notwendigen Tools verfügt, um in seinem Job erfolgreich zu sein.
Nur jeder fünfte deutsche Arbeitnehmer ist der Meinung, dass er über die notwendigen Tools verfügt, um in seinem Job erfolgreich zu sein.
Foto: HP

Die meisten Mitarbeiter bevorzugen mittlerweile flexible Arbeitsmodelle, zumindest wenn die Technologie funktioniert. Allerdings geht es nicht nur um Hardware und Software, die Herausforderung sitzt tiefer: Angestellte möchten nicht nur flexibel arbeiten, sondern auch wertgeschätzt werden. Eine Tatsache sollte Unternehmen zu denken geben: Nur 21 Prozent der Mitarbeiter in Deutschland haben ein gutes Verhältnis zu ihrer Arbeit. Dies ist das Ergebnis des HP Work Relationship Index. Die Studie hat untersucht, wie zufrieden Mitarbeiter mit ihrer Arbeit sind und Menschen in zwölf Ländern befragt - darunter auch Deutschland.

Doch es liegt nicht nur an mangelhaft funktionierenden Technologien, dass das Verhältnis zur Arbeit schlecht ist. Insgesamt identifizierte HP sechs Faktoren, die die Beziehung zur Arbeit maßgeblich beeinflussen. Dazu gehören Führung, Fokus auf die Mitarbeiter, deren Fähigkeiten und Verwirklichung im Job, sowie der Arbeitsplatz bzw. dessen Ausstattung und die eingesetzten Tools. Eines der überraschendsten Ergebnisse: 52 Prozent der Mitarbeiter in Deutschland sind bereit, auf einen Teil ihres Gehalts zu verzichten, wenn dies Veränderungen im Sinne von mehr Erfüllung im Job, ein einfühlsameres Führungsverhalten und mehr Flexibilität am Arbeitsplatz bedeuten würde.

Führungsstil beeinflusst Zufriedenheit mit der Arbeit

Auch der Führungsstil von Vorgesetzten beeinflusst die Zufriedenheit der Mitarbeiter. 62 Prozent gaben an, dass es wichtig ist, Menschen zu ermutigen, ihre Emotionen am Arbeitsplatz zu kommunizieren. Dazu gehören auch die Führungskräfte - doch nur 16 Prozent zeigen die emotionale Intelligenz, die sich Mitarbeiter wünschen. So sollten sie Fehler zugeben (73 Prozent der weltweit Befragten) und transparent kommunizieren (68 Prozent weltweit). Dann vertrauen ihre Mitarbeiter ihnen und sind auch gewillt, die "Extra-Meile" zu gehen.

Mitarbeiter stellen ihre physische und psychische Gesundheit in den Vordergrund

Besonders wichtig ist in den letzten Jahren die physische und vor allem auch die psychische Gesundheit der Mitarbeiter. Eine ungesunde Arbeitsbeziehung wirkt sich nicht nur auch die Gesundheit aus: Die Mitarbeiter sind außerdem weniger produktiv (34 Prozent der Befragten weltweit) und tun nur das Nötigste (33 Prozent weltweit), um ihre Aufgaben zu erledigen - ein Trend, der als "Quiet Quitting" bekannt geworden ist.

Für ein einfühlsameres Führungsverhalten und mehr Erfüllung im Job wäre jeder jeder zweite deutsche Arbeitnehmer bereit, auf einen Teil seines Gehalts zu verzichten.
Für ein einfühlsameres Führungsverhalten und mehr Erfüllung im Job wäre jeder jeder zweite deutsche Arbeitnehmer bereit, auf einen Teil seines Gehalts zu verzichten.
Foto: HP

Technologie eines der Kriterien, die für Arbeitnehmer wichtig sind

Ein weiterer Punkt, der die Beziehung der Büroangestellten zu ihrer Arbeit negativ beeinflusst, ist Technologie - die sie eigentlich dabei unterstützen sollte, effizient und produktiv zu sein. Doch nur 21 Prozent der deutschen Arbeitnehmer sind der Meinung, dass sie über die notwendigen Tools verfügen, um in ihrem Job erfolgreich zu sein.

Auch beim Thema hybride Arbeitsmodelle sind die Befragten in Deutschland sehr skeptisch: Nur 20 Prozent gaben an, dass sie über die hierfür richtigen Technologien verfügen. Dabei ist es für 64 Prozent der Befragten wichtig, für ein Unternehmen zu arbeiten, das Technologien und Tools basierend auf ihren Bedürfnissen bereitstellt. Hier klafft eine deutliche Lücke, die geschlossen werden muss. Denn ohne die richtigen Technologien bringen Angestellte nicht ihre beste Leistung und sind unzufrieden.

Großes Potenzial, die Zufriedenheit der Mitarbeiter zu steigern

Zufriedenheit mit der Arbeit hängt von einer Reihe unterschiedlicher Faktoren ab. Insgesamt erwägen 68 Prozent der Mitarbeiter, die eine ungesunde Beziehung zur Arbeit haben, das Unternehmen zu verlassen. In Zeiten, in denen auch in der Technologie-Branche Mitarbeiter fehlen, ist dies eine Zahl, die Unternehmen zum Nachdenken anregen sollte. Denn nur 22 Prozent der Mitarbeiter fühlen sich durchgehend als geschätzt und respektiert. Dies ist ein wichtiger Ansatzpunkt für Unternehmen: Sie müssen ihren Mitarbeiter dieses Vertrauen geben. Der Mensch muss wieder im Mittelpunkt von Unternehmensentscheidungen stehen.

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