Gegenwind

Telefonica Deutschland bekommt Roaming-Aus zu spüren

25.04.2018
Der Mobilfunker Telefonica Deutschland hat im ersten Quartal den Gegenwind durch die abgeschafften EU-Roaminggebühren zu spüren bekommen.

Der Umsatz des O2-Netzanbieters ging im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um 0,2 Prozent auf 1,767 Milliarden Euro zurück, wie das TecDax-Schwergewicht am Mittwoch in München mitteilte. Ohne die seit Mitte vergangenen Jahres weggefallenen Roaminggebühren hätte das Unternehmen hier einen leichten Zuwachs erzielt.

Der Wegfall der Roaminggebühren drückt auf den Umsatz von Telefonica Deutschland.
Der Wegfall der Roaminggebühren drückt auf den Umsatz von Telefonica Deutschland.
Foto: Telefonica

Beim operativen Ergebnis profitierte Telefonica davon, dass zum Jahresbeginn nicht so viel Geld in Marketing und Rabatte gesteckt wurde, vor Zinsen und Steuern sowie bereinigt um Sondereffekte stieg das Ergebnis um 1,8 Prozent auf 408 Millionen Euro. Das war etwas mehr als von Analysten erwartet. Die negativen Effekte aus dem Roamingwegfall herausgerechnet wäre es sogar ein Plus von 5,4 Prozent gewesen, rechnete das Unternehmen vor.

Allerdings soll im weiteren Verlauf des Jahres wieder mehr für die Kundengewinnung ausgegeben werden. Telefonica peilt 2018 weiter ein unverändertes oder leicht ansteigendes operatives Ergebnis an, wenn Regulierungseffekte ausgeklammert werden.

Unter dem Strich blieben die Münchener mit 82 Millionen Euro Verlust in den roten Zahlen. Vor einem Jahr hatten noch 99 Millionen Euro bis zur Gewinnschwelle gefehlt. (dpa/ad)

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