Umsatzwachstum

Telefonica Deutschland punktet im Smartphone-Verkauf - Jahresverlust

20.02.2019
Der Mobilfunknetzbetreiber Telefonica Deutschland (O2) hat im Schlussquartal vor allem von höheren Smartphoneverkäufen profitiert. Der Umsatz kletterte von Experten unerwartet um 3,2 Prozent auf 1,97 Milliarden Euro, wie das im MDax notierte Unternehmen am Mittwoch in München mitteilte.

Der Umsatz mit Mobilfunkdienstleistungen stieg dagegen aus eigener Kraft nur knapp. Beim um Sondereffekte bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und neuen Regulierungseinschnitten machte Telefonica mit einem Plus von 3,6 Prozent auf 517 Millionen Euro aber einen überraschend großen Sprung. Das Unternehmen wertete das als Erfolg der Einsparungen infolge der E-Plus-Übernahme.

Telefonica Deutschland darf sich über ein Umsatzwachstum freuen.
Telefonica Deutschland darf sich über ein Umsatzwachstum freuen.
Foto: Telefonica

2019 will Telefonica ohne Regulierungseffekte den Umsatz in etwa auf Vorjahreshöhe halten, das operative Ergebnis soll stabil bis leicht höher ausfallen. Im Jahr der geplanten Auktion erster Frequenzen für den neuen schnellen Mobilfunkstandard 5G will O2 rund 10 000 weitere LTE-Standorte aufbauen und damit das Netz verbessern. Insgesamt sollen 13 bis 14 Prozent des Umsatzes für Sachinvestitionen ausgegeben werden. Mittelfristig will Telefonica im Schnitt eine Milliarde Euro pro Jahr investieren.

Unter dem Strich machen dem Konzern aber nach wie vor höhere Abschreibungen zu schaffen. Der Verlust im Gesamtjahr 2018 betrug 230 Millionen Euro nach 381 Millionen im Vorjahr. 2017 hatte eine hohe Steuerbelastung zu Buche geschlagen, 2018 dann gab es eine kleine Steuergutschrift. Wie bereits angekündigt will das Unternehmen aber dennoch eine Dividende von 0,27 (Vorjahr: 0,26) Euro je Aktie ausschütten. Hauptnutznießer ist die spanische Mutter Telefonica , die gut 69 Prozent der Aktien hält und damit eine Ausschüttung von rund 556 Millionen Euro einstreicht. Insgesamt überweist Telefonica Deutschland rund 96 Prozent des freien Geldzuflusses aus dem operativen Geschäft an die Aktionäre. Die Quote soll auch künftig hoch bleiben. (dpa/ad)

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