Cloud Computing


Analyse von Experton

Telekom dominiert Cloud-Marktplätze

Christiane Pütter ist Journalistin aus München.
Insgesamt 11 Betreiber von Cloud Marketplaces in Deutschland hat sich Experton in einer Übersicht angeschaut. Doch nicht alle Marktplätze tragen den Namen zu recht.

Die Experton Group hat erstmals eine Übersicht für das Segment CloudCloud Marketplaces in Deutschland erstellt. Analyst Arnold Vogt verwendet folgende Definition: "Cloud-Marktplätze haben nicht zum Ziel, das eigene Portfolio einfach nur in die Cloud zu heben, sondern vielmehr geht es darum, durch Aggregation und Integration einen echten Mehrwert für eine klar definierte Zielgruppe zu schaffen." Alles zu Cloud Computing auf CIO.de

Vogt hat elf Anbieter unter die Lupe genommen. Dabei orientiert er sich zunächst am Cloud Vendor Benchmark der Experton Group und sortiert die Player nach zwei Achsen, Portfolio-Attraktivität und Wettbewerbsstärke. Der Benchmark unterscheidet in Leader und Follower, Herausforderer nach Produkt und Herausforderer nach Markt.

Fast die Hälfte der Anbieter lässt Vogt als führend gelten. Am stärksten ist demnach die Telekom Deutschland. Der Analyst selbst bezeichnet das Unternehmen als "Platzhirschen". Außerdem tummeln sich Salesforce, GoogleGoogle, MicrosoftMicrosoft und AmazonAmazon Web Services in diesem Quadranten. Alles zu Amazon auf CIO.de Alles zu Google auf CIO.de Alles zu Microsoft auf CIO.de

Diesen fünf Anbietern folgen OracleOracle, HPHP und Canopy (Atos). Als Markt-Herausforderer sieht der Analyst SAPSAP, IBMIBM und VMware. Das Feld der Produkt-Herausforderer bleibt leer. Stichwort IBM: Der Anbieter weist ein schnell wachsendes Portfolio an IaaS, PaaS und SaaS-Lösungen auf und stellt dieses mit viel Engagement über einen integrierten Cloud Marktplatz bereit, lobt Vogt. Er bezeichnet IBM daher als "Rising Star". Alles zu Cloud Computing auf CIO.de Alles zu IBM auf CIO.de Alles zu Oracle auf CIO.de Alles zu SAP auf CIO.de

Vogt bespricht auch ein Unternehmen, das in seiner Übersicht gar nicht vertreten ist: Fujitsu. Nach einem "vielversprechenden Start" sei dem Fujitsu Cloud Store die Luft ausgegangen. Das liege vor allem an Schwächen bei Vermarktung und Integration.

Cloud Markeplace versus Katalog

Der Analyst gibt jedoch zu Bedenken: "Nicht alles, was sich "Cloud Marketplace" nennt, trägt den Namen zu recht. Weder ist alles "aus der Cloud" noch sind es durchweg "echte" Marktplätze - nicht selten verbirgt sich dahinter eher ein Katalog."

Der Unterschied zwischen Marktplatz und Katalog liegt in der Frage, ob Angebote sofort verkauft und bereitgestellt werden. In diesem Fall spricht Vogt vom Marktplatz im engen Sinn. Präsentiert der Anbieter nicht nur eigene, sondern gegebenenfalls auch fremde Services und werden diese nicht direkt über die Plattform abgewickelt, handelt es sich um einen Katalog. Unabhängig von dieser Unterteilung adressieren manche Anbieter IT-Entscheider, andere das Business.

Nach dieser inhaltlichen Einteilung ergibt sich für Vogt folgendes Bild: Die Deutsche Telekom, Salesforce und Google bieten Marktplätze für das Business, Amazon einen Marktplatz für die IT. Microsoft und Oracle sowie SAP, Canopy und IBM stellen dem Business Kataloge bereit, VMware und HP der IT.

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