Streit mit der Netzagentur

Telekom will Streaming-Tarif nicht ändern

06.03.2018
Die Deutsche Telekom zeigt sich im Streit mit der Bundesnetzagentur über Streaming-Dienste unbeeindruckt. Das Angebot sei fair und gesetzeskonform, sagte Telekom-Deutschlandchef Dirk Wössner in Bonn.
Dirk Wössner, Chef der Telekom-Deutschland
Dirk Wössner, Chef der Telekom-Deutschland
Foto: Deutsche Telekom

"Wir sehen uns absolut im Recht", kommentierte Wössner den Streit mit der Netzagentur. Ende 2017 hatte die Aufsichtsbehörde "StreamOn"-Tarife teilweise untersagt - unter anderem weil die TelekomTelekom das Streaming im EU-Ausland ab einer gewissen Datenmenge die Übertragungsrate drosselt. Das verstößt nach Lesart der Behörde gegen EU-Roamingregeln, die eine grundsätzliche Gleichbehandlung von Verbrauchern bei Fahrten ins EU-Ausland vorsehen. Top-500-Firmenprofil für Telekom

Gegen die Entscheidung der Behörde legte die Telekom Widerspruch ein und klagte vor dem Kölner Verwaltungsgericht. Eine Entscheidung steht noch aus. Unterdessen darf die Telekom "StreamOn" weiterverkaufen. Damit hat sie nach eigener Darstellung Erfolg - mehr als eine Million Kunden nutzten die 2017 eingeführte Zubuchoption bereits, sagte Telekom-Deutschlandchef Dirk Wössner. Beim "StreamOn"-Angebot der Telekom werden bestimmte datenintensive Dienste von Content-Partnern wie Apple Music, Netflix oder YouTube gegen eine Pauschale zur Verfügung gestellt, ohne dass dies auf das Datenvolumen des Vertrags angerechnet wird. Vodafone bietet ähnliche Dienste an - diese würden ebenfalls geprüft, sagte ein Sprecher der Netzagentur. (dpa/ib)

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