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Smartphone mit Windows Phone 7

Test: Nokia Lumia 800

Moritz Jäger ist freier Autor und Journalist in München. Ihn faszinieren besonders die Themen IT-Sicherheit, Mobile und die aufstrebende Maker-Kultur rund um 3D-Druck und selbst basteln. Wenn er nicht gerade für Computerwoche, TecChannel, Heise oder ZDNet.com schreibt, findet man ihn wahlweise versunken in den Tiefen des Internets, in einem der Biergärten seiner Heimatstadt München, mit einem guten (e-)Buch in der Hand oder auf Reisen durch die Weltgeschichte.

Technik

Ein Wort zur Akkulaufzeit: Im praktischen Einsatz (WiFi und 3G an, Push-Benachrichtigungen von E-Mails und Facebook-Chat aktiviert) hielt unser Lumia 800 eineinhalb bis zwei Tage durch. Damit liegt das Nokia-Smartphone im Mittelfeld, die Laufzeit entspricht etwa dem AppleApple iPhone 4S oder gleichwertigen Android-Geräten. Allerdings halten andere Testgeräte offenbar nur deutlich kürzer durch, und auch im Internet häufen sich die Berichte über zu kurze Akkulaufzeiten des Lumia 800. Nokia hat bereits Abhilfe versprochen, und so sollen in Kürze zwei entsprechende Updates erscheinen. Weitere Informationen finden sich in diesem Foren-Eintrag. Alles zu Apple auf CIO.de

Nokia verkauft das Lumia 800 in Schwarz, Rot und Blau.
Nokia verkauft das Lumia 800 in Schwarz, Rot und Blau.

Ein weiteres Ärgernis: Eigentlich kann Windows Phone 7.5 das Smartphone in einen WLAN-Hotspot verwandeln, um die Internetverbindung mit anderen Geräten zu teilen. Während sich das im HTC Titan einwandfrei funktioniert, fehlt sie im Nokia Lumia 800 komplett. Auch hier will Nokia noch nachbessern und verweist auf mögliche Probleme mit der amerikanischen Regulierungsbehörde FCC, die es vorab zu klären gilt. Die Verarbeitung des Lumia 800 lässt dagegen keinen Raum für Kritik. Nokia steckt das Lumia 800 in einen Unibody, der angenehm wertig wirkt. Wer sein Gerät zusätzlich schützen möchte, der findet im Karton eine passende Gummihülle. Auch die Sprachqualität des Nokia Lumia 800 ist gut. Im Test konnten wir das Gegenüber stets gut verstehen.

Ausstattung

Nokia verwendet im Lumia 800 eine Kamera mit 8 Megapixeln, die auf Objektive von Carl Zeiss setzt. Das bedeutet in der Praxis, dass das Lumia 800 für ein Smartphone gute Bilder abliefert. Zwei LEDs fungieren als Blitz, so dass auch bei schlechtem Umgebungslicht noch akzeptable Bilder gemacht werden können. Allerdings gibt es keine Frontkamera, wodurch Video-Telefonie unpraktisch bis unmöglich wird. Vor allem in Hinblick auf einen möglichen Skype-Client ist das schade. Das ist besonders unverständlich, da Nokia seit seinem ersten UMTS-Smartphone nahezu alle hochwertigen Symbian-Geräte mit einer Frontkamera ausgestattet hat.

Ein ordentliches Foto vom Nokia Lumia 800.
Ein ordentliches Foto vom Nokia Lumia 800.

Die Bilder und Videos sind zwar gut, wer sie allerdings auf einem DLNA- oder HDMI-fähigen Wiedergabegerät präsentieren möchte, der schaut in die Röhre. Nokia bietet weder eine Unterstützung für HDMI (oder die mobile Alternative MHL) noch einen integrierten DLNA-Client. Das machen andere Geräte, sowohl mit Windows Phone 7 als auch mit AndroidAndroid, besser. Alles zu Android auf CIO.de

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