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Digitalisierung erleichtert die Küchenplanung

Kiveda Holding: Tradition und Moderne treffen sich in der Küche

Ingrid Weidner arbeitet als freie Journalistin in München.
Mit einer neuen digitalen Strategie und gemeinsam entwickelten Plattformen wollen kiveda und Küchenquelle ihre Angebote stärker miteinander verzahnen und den Kunden mehr Transparenz bieten.

Das 2012 in Berlin gegründete Startup Kiveda will die Küchenplanung modernisieren. Über eine Plattform können Kunden online von der Farbe der Schränke bis zu den Elektrogeräten ihre neue Küche digital entwerfen.

"Innovation bedeutet für uns, bestehende Sichtweisen zu hinterfragen und Prozesse neu zu denken. Das dazu nötige Verlassen der eigenen Komfortzone fiel nicht allen Projektbeteiligten sofort leicht", sagt Alexander Möller, Geschäftsführer kiveda Holding.
"Innovation bedeutet für uns, bestehende Sichtweisen zu hinterfragen und Prozesse neu zu denken. Das dazu nötige Verlassen der eigenen Komfortzone fiel nicht allen Projektbeteiligten sofort leicht", sagt Alexander Möller, Geschäftsführer kiveda Holding.
Foto: kiveda Holding

2014 fusionierte das Startup mit dem Traditionsunternehmen Küchenquelle aus Nürnberg. Das 1978 gegründete Unternehmen gehörte zum Versandhändler Quelle und führte nach der Insolvenz seine Arbeit unter eigenem Label fort. Die Planer von Küchenquelle kommen zu den Kunden nach Hause und planen vor Ort gemeinsam mit den Kunden.

Zusammenschluss von Traditionsunternehmen und Start-up

Der Zusammenschluss von Küchenquelle, einem Unternehmen mit mehreren Läden in deutschen Städten und einem Vertriebsteam mit rund 200 Beratern, und dem jungen Berliner Startup Kiveda brachte auch unterschiedliche Welten zusammen. Neben kulturellen gab es auch technische Fragen zu lösen. Eine gemeinsame Digitalisierungsstrategie soll beide näher zusammenbringen.

Zu den Zielen der Kiveda Holding zählt die Entwicklung einer cloud-basierten Systemplattform, die die Wertschöpfungskette komplett digital abbildet (Projektname "spark"). Zusätzlich soll eine Visualisierungsplattform entwickelt werden, die auf Mixed-Reality und Künstliche IntelligenzKünstliche Intelligenz (KI) setzt, Projektname "kiveda.rooms". Diese holografische Planungsplattform kann einen kompletten Planungs- und Verkaufsprozess digital abbilden. Beide ProjekteProjekte begannen Ende 2017 und gehen nach eineinhalb Jahren Projektlaufzeit bald live. Alles zu Künstliche Intelligenz auf CIO.de Alles zu Projekte auf CIO.de

Kunden fordern Transparenz, Geschwindigkeit und Sicherheit im Kaufprozess

Die Wünsche von Kunden haben sich über die Jahre verändert. Mehr Transparenz, Schnelligkeit und Sicherheit im Kaufprozess gehören dazu. Selbst wer mit einem Planer im eigenen Haus eine neue Küche gestaltet, will sich online informieren, die Fortschritte verfolgen und nachfragen. Mit den vorhandenen IT-Systemen konnte das Unternehmen diese Kundenwünsche nicht mehr erfüllen. Auch Anforderungen wie die DSGVODSGVO waren damit nicht umsetzbar. Die Kiveda Holding entschied sich 2017 dafür, alle Prozesse auf den Prüfstand zu stellen und die Software zu modernisieren. Alles zu DSGVO auf CIO.de

Die holografische Planungsplattform kiveda.rooms kann einen kompletten Planungs- und Verkaufsprozess digital abbilden.
Die holografische Planungsplattform kiveda.rooms kann einen kompletten Planungs- und Verkaufsprozess digital abbilden.
Foto: kiveda Holding

Security: Datenleck "Mitarbeiter"

Doch die kompletten Wertschöpfungsprozesse zu hinterfragen, löste bei den Mitarbeitern auch Ängste aus. Manche erinnerten sich an schmerzhafte Erlebnisse während der Insolvenz von Quelle, andere fassten es als Kritik an ihrer bisherigen Arbeit auf. Mit Projektteams, die sich aus ganz unterschiedlichen Mitarbeitern zusammensetzten, konnte das Problem gelöst werden. Die Teams arbeiteten mit Design ThinkingDesign Thinking, was ein Arbeiten auf Augenhöhe erlaubte und zu einer offenen Arbeitsatmosphäre beitrug. Weil auch kritische Stimmen zu Wort kamen, gelang es, Zweifel und Ängste abzubauen. Auch Fehler boten die Chance, daraus zu lernen. Alles zu Design Thinking auf CIO.de

50 Mitarbeiter beteiligen sich am Innovationsteam

Beide Plattformen haben erfolgreich zahlreiche Textphasen durchlaufen und gehen bald online. Den Kunden und seine Wünsche in den Mittelpunkt zu stellen, sei die richtige Strategie gewesen, so Geschäftsführer Andreas Möller. Außerdem ist es gelungen, die Mitarbeiter aus beiden Firmenbereichen näher zusammenzubringen. Sie sind stolz auf das gemeinsam Erarbeitete und freuen sich über zufriedene Kunden.

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