Arbeitsbelastung, Beruf und Familie

Unzufrieden mit der Arbeit



Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.

Die Untersuchung verglich auch die Zufriedenheit der Berufstätigen mit unterschiedlichem Bildungsabschluss. Dabei kamen die Studienautoren zum Ergebnis, dass Personen mit höherer Bildung generell mit ihrer Arbeitssituation glücklicher sind als Erwerbstätige mit niedrigeren Bildungsabschlüssen.

Ursachen für Arbeitszufriedenheit

Für einen europäischen Vergleich der Arbeitszufriedenheit nutzen die Autoren Daten des European Social Survey (ESS) aus dem Jahr 2006. Deutschland liegt dort auf dem 18. Platz, nur die Slowakei, Ukraine, Bulgarien und Russland erzielen noch niedrigere Zufriedenheitswerte. Auf den vorderen Rängen liegen in dieser Auswertung Dänemark, die Schweiz und Finnland.

Die Studienautoren liefern auch eine Erklärung dafür, dass sich die Zufriedenheitswerte bei Beschäftigten in Deutschland verschlechtert haben: Ursachen sind ihrer Meinung nach die zunehmende Arbeitsbelastung, Probleme bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, geringe Lohnsteigerungen und eine wachsende Unsicherheit über die berufliche Zukunft. Anhand von Zahlenmaterial geprüft wurden diese Ursachen in der Studie aber nicht.

In der Analyse erwähnen die Studienautoren auch andere Untersuchungen, nach denen eine vergrößerte Autonomie am Arbeitsplatz in Kombination mit erweiterten Arbeitsaufgaben die Arbeitszufriedenheit erhöht. Es könnte sein, dass die positiven Autonomieeffekte durch eine fehlende Anerkennung durch Vorgesetzte überdeckt werden, heißt es.

Das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen hat für die Studie zur Arbeitszufriedenheit Daten von 1984 bis 2009 ausgewertet. Die Daten stammen aus der jährlichen Haushaltsbefragung des Sozio-Oekonomischen Panels. Die Studienautoren sind Yan Bohulsky, Marcel Erlinghagen und Friedrich Scheller.

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