Strategien


Digitale Transformation

Volkswagen investiert Milliarden in digitalen Wandel

Bis 2023 will der Automobilkonzern vier Milliarden für die Digitalisierung ausgeben. Das betrifft Verwaltung, Produktion und Mitarbeiter.
  • Volkswagen will sich zu einer schlanken und agilen Organisation verändern
  • Mit verbesserter IT soll vor allem die Verwaltung modernisiert werden
  • Auch Mitarbeiterstruktur und Arbeitslätze werden umgestaltet
  • In der Produktion will VW die Produktivität steigern
Der Automobilriese stellt seine "Roadmap Digitale Transformation" vor.
Der Automobilriese stellt seine "Roadmap Digitale Transformation" vor.
Foto: Volkswagen

In der "Roadmap Digitale Transformation" legte die Volkswagen AGVolkswagen AG wesentliche Eckpunkte ihrer zukünftigen Strategie fest. Bis 2023 will das Management bis zu vier Milliarden Euro für eine groß angelegte DigitalisierungDigitalisierung einsetzen. Das Ziel sei eine "schlanke und agileagile Organisation", heißt es in einer Pressemitteilung. Top-500-Firmenprofil für Volkswagen AG Alles zu Agile auf CIO.de Alles zu Digitalisierung auf CIO.de

Maßnahmen wie agile Arbeitsweisen, optimierte Prozesse und Digitalisierung sollen Mitarbeiter entlasten und Abläufe beschleunigen. "Wir bauen neue Digital-Kompetenzen auf, stellen unsere Organisation in allen Bereichen schneller, schlanker und wettbewerbsfähiger auf", erklärt Ralf Brandstätter, Chief Operating Officer der Marke VolkswagenVolkswagen. "Zugleich schaffen wir neue, moderne digitale und agile Arbeitsplätze und verbessern unsere Produktivität". Top-Firmen der Branche Automobil

SAP in der Verwaltung, Industrie 4.0 in der Produktion

IT-Lösungen wie SAP S/4 Hana für die Verwaltung, ein effizientes Einkaufssystem sowie neue Standardanwendungen im Personalbereich sollen bislang manuell durchgeführte Aufgaben vereinfachen.

In die Produktion sollen Gelder für den Ausbau der Industrie 4.0Industrie 4.0 fließen. Denn zur Absicherung der Wettbewerbsfähigkeit, so die Mitteilung, seien bis 2023 weitere Produktivitätssteigerungen von jährlich fünf Prozent erforderlich. Darin seien sich Unternehmen und Betriebsrat einig. Alles zu Industrie 4.0 auf CIO.de

Von links nach rechts: Personalvorstand Gunnar Kilian, Ralf Brandstätter, Chief Operating Officer der Marke Volkswagen, Gesamtbetriebsratsvorsitzende Bernd Osterloh und Thomas Schmall, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Group Components.
Von links nach rechts: Personalvorstand Gunnar Kilian, Ralf Brandstätter, Chief Operating Officer der Marke Volkswagen, Gesamtbetriebsratsvorsitzende Bernd Osterloh und Thomas Schmall, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Group Components.
Foto: Volkswagen

Beschäftigungsgarantie, aber weniger Mitarbeiter

Feststehe auch, dass sich die Neuerungen vor allem auf die Mitarbeiterstruktur auswirken werden. Bis zu 4.000 Stellen will VW nicht mehr nachbesetzen, wenn Aufgaben im Zuge der Transformation entfallen. Welche Aufgaben das genau betrifft, soll in Arbeitsgruppen bis Ende August 2019 definiert werden. Für die Jahrgänge 1962 bis 1964 sei nun außerdem die Altersteilzeit geöffnet.

Was uns 2030 erwartet

Gleichzeitig garantiert der Wolfsburger Konzern den Mitarbeitern bis 2029 einen sicheren Arbeitsplatz. Betriebsbedingte Kündigungen schließt das Unternehmen in diesem Zeitraum aus. Zusätzlich sollen hauptsächlich am Standort Wolfsburg 2.000 neue Digitalarbeitsplätze entstehen, unabhängig von bereits zugesagten Stellen im Zukunftspakt. 1.000 qm Fläche werden zudem in agile Arbeitsplätze umgebaut.

Qualifizierende Aus- und Weiterbildung

Investieren will VW auch in die Qualifizierung der Beschäftigten. Insgesamt stehen laut den Angaben künftig 160 Millionen Euro, also 60 Millionen mehr als bisher, für Weiterbildungen für die von der Transformation Betroffenen zur Verfügung. Eine Online-Universität soll das Lernen über Online-Plattformen stärken. Ausbildungsinitiativen und Investitionen in Elektro- und IT-Labore sowie Projektwerkstätten an allen sechs Standorten sind bis 2021 geplant.

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