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Elektromobilität

Volkswagen und Bosch planen Batteriezellenallianz

Jens Dose ist Redakteur des CIO Magazins. Neben den Kernthemen rund um CIOs und ihre Projekte beschäftigt er sich auch mit der Rolle des CISO und dessen Aufgabengebiet.
Bis Ende 2022 wollen die Konzerne ein neues Unternehmen gründen, um Batteriezellen herzustellen. Die Fabriken sollen nachhaltig und regional produzieren.
Hinten v.l.n.r.: Günter Krenz, Geschäftsleiter Bosch Manufacturing Solutions; Rolf Najork, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH; Aemen Bouafif, Referent der Bosch-Geschäftsführung // Vorn v.l.n.r.: Thomas Schmall, Technik-Vorstand Volkswagen Konzern; Frank Blome, Gesamtleitung Batterie Volkswagen Konzern; Sebastian Wolf, Leiter Operations Batteriezelle Volkswagen Konzern
Hinten v.l.n.r.: Günter Krenz, Geschäftsleiter Bosch Manufacturing Solutions; Rolf Najork, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH; Aemen Bouafif, Referent der Bosch-Geschäftsführung // Vorn v.l.n.r.: Thomas Schmall, Technik-Vorstand Volkswagen Konzern; Frank Blome, Gesamtleitung Batterie Volkswagen Konzern; Sebastian Wolf, Leiter Operations Batteriezelle Volkswagen Konzern
Foto: Bosch

Der Autobauer und der Technikkonzern wollen gemeinsam in Akku-Produktion einsteigen. Laut einer jetzt unterzeichneten Absichtserklärung gründen die Partner ein Unternehmen, das Batteriezellenfabriken ausrüstet. Sie wollen Akkuhersteller mit Systemen beliefern sowie bei deren Inbetriebnahme und Wartung in den Werkshallen unterstützen.

Ziel ist es, moderne Batterien in großem Maßstab nachhaltig und in Serie herzustellen. Dazu sollen die Systeme einem "local for local"-Produktionsansatz folgen. Das heißt, die Lieferanten für Einkauf, Produktion und Vertrieb liegen räumlich nahe beieinander, um den CO2-Fußabdruck niedrig zu halten.

Das neue Unternehmen soll bis Ende 2022 gegründet werden. VolkswagenVolkswagen plant, bis 2030 sechs Akku-Fabriken in Europa zu bauen. BoschBosch soll dafür Know-how in den Bereichen Fabrikautomation und Systemintegration beisteuern. Top-500-Firmenprofil für Bosch Top-500-Firmenprofil für Volkswagen

"Gemeinsam mit Volkswagen suchen wir nach einem Weg, Produktionsprozesse für Batteriezellen mit standardisierter Ausstattung zu industrialisieren," sagt Rolf Najork, Mitglied der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbHRobert Bosch GmbH und Vorsitzender der Geschäftsführung von Bosch Rexroth. Das Unternehmen wolle mit seiner Expertise als Automobilzulieferer und Fabrikausrüster die wachsende Nachfrage nach Batterien bedienen. "Die europäische IndustrieIndustrie hat das Potenzial, ein Technologietreiber für den ökologischen Umbau der Wirtschaft zu werden," resümiert er. Top-500-Firmenprofil für Robert Bosch GmbH Top-Firmen der Branche Industrie

Auch Thomas Schmall, Technikvorstand des Volkswagen-Konzerns und Vorsitzender der Geschäftsführung der Volkswagen Group Component, betont die Vorteile der Kooperation: "Europa hat die einmalige Chance, in den kommenden Jahren ein globales Kraftzentrum für Batterien zu werden. Es gibt eine starke und wachsende Nachfrage nach allen Aspekten der Batterieproduktion, einschließlich der Ausrüstung neuer Gigafactories." Die Partner wollten ausloten, wie sie diese kommende Multi-Milliarden-Industrie in Europa entwickeln und gestalten können. Man arbeite daran, eine europäische Lieferkette für E-Mobilität "made in Europe" aufzubauen.

VW und Bosch | Akkuproduktion
Branche: AutomobilAutomobil
Zeitrahmen: ab Ende 2022
Partner: Bosch, Volkswagen
Produkte: Systeme zur Herstellung von Batteriezellen sowie deren Inbetriebnahme und Wartung
Einsatzort: Europa Top-Firmen der Branche Automobil

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