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Systemhäuser

Wachsen mit Cloud, Managed Services und Security

02.09.2014
Von Regina Böckle
Im Windschatten der guten Konjunktur richten die Systemhäuser ihre Geschäftsmodelle auf Trends wie Cloud Computing aus. Damit rüsten sie sich auch für die zunehmend härteren Verteilungskämpfe.

Die deutschen Systemhäuser rechnen in diesem Jahr mit guten Geschäften. 83 Prozent der befragten IT-Dienstleister kalkulieren mit höheren Umsätzen, 45 Prozent erwarten sogar Wachstumsraten von mehr als fünf Prozent. Nur eine Minderheit (sieben Prozent) stellt sich auf rückläufige Erlöse ein.

Zuversicht trotz mancher Sorgen: Auf dem Systemhauskongress "Chancen 2015" in Düsseldorf loteten die IT-Dienstleister künftige Chancen und Risiken aus.
Zuversicht trotz mancher Sorgen: Auf dem Systemhauskongress "Chancen 2015" in Düsseldorf loteten die IT-Dienstleister künftige Chancen und Risiken aus.

Diese Zuversicht ist insofern erstaunlich, als sich die gesamte Branche wegen steigender Kosten und sinkender Margen sorgt. Ihren Optimismus ziehen die Systemhäuser vor allem aus der allgemeinen Wirtschaftslage (62 Prozent). Das Vertrauen in eine florierende Konjunktur hat sich im Vergleich zum Vorjahr (30 Prozent) weiter gefestigt.

Von dem guten Wirtschaftsklima will die IT-Industrie weitaus stärker profitieren als in den Vorjahren: So erwartet mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen (56 Prozent), dass Anwender mehr Geld für die Modernisierung ihrer IT in die Hand nehmen werden als 2013. Das ist verglichen mit 2013 ein sprunghafter Anstieg, als nur 32 Prozent der Befragten mit einer Verbesserung der Lage rechneten. Euphorischer war die Stimmung nur 2011. Damals gingen 72 Prozent der Systemhäuser von einer steigenden Nachfrage aus. Konsequenterweise befürchten nur wenige Dienstleister (15 Prozent) mangelnde Aufträge.

Feilen am Geschäftsmodell

Auf gute Konjunkturdaten allein wollen sich die Dienstleister bei ihren Wachstumsplänen allerdings nicht verlassen. Viele nutzen die günstigen Rahmenbedingungen, um ihr Portfolio um neue Technologien (48 Prozent) zu ergänzen und um ihr Geschäftsmodell umzubauen (39 Prozent).

Weshalb auffallend viele Anbieter beide Maßnahmen gleichzeitig ergreifen, erklärt ein Blick auf die erwarteten großen Trends. Für die Dienstleister zählen Cloud ComputingCloud Computing und Managed Services neben Security-Themen zu den größten Wachstumstreibern in diesem Jahr. Mit dem traditionellen Verkauf von IT-Produkten und dem klassischen Systemhausgeschäft haben die entstehenden IT-Betreibermodelle jedoch kaum mehr etwas gemeinsam.
Sie erfordern nicht nur neue beratende und technische Kompetenzen, sondern auch eine andere organisatorische und kaufmännische Ausrichtung. Offenbar rüsten sich die Anbieter derzeit für die kommenden Herausforderungen. Alles zu Cloud Computing auf CIO.de

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