Hard und Soft Skills

Warum hochsensible Mitarbeiter so wichtig sind



Mona Suzann Pfeil ist Künstlerin, Filmproduzentin und Expertin für Hochsensibilität.Sie engagiert sich für Hochsensible und Besonders Begabte als "High Potentials" im Arbeitsleben. Dazu produzierte sie den Dokumentarfilm "High Skills – verschenkt die Wirtschaft die Potenziale Hochsensibler und Hochbegabter?" und hält Keynote-Vorträge. Sie blickt zurück auf langjährige Erfahrung als Präsenztrainerin und Beraterin mit Spezialisierung auf hochsensible und hochbegabte Berufstätige.

Es lohnt sich also, diese hochsensiblen Talente im Unternehmen ausfindig zu machen. Auch wenn diese sich selten in den Vordergrund drängen, das Vier-Augen-Gespräch der großen Runde vorziehen und ihre Kommunikation oft auf wenige "Verbindungsleute" reduzieren.

Die Begabten selbst sollten Mut fassen und auf die Ergebnisse hinweisen, die sie dank ihrer hohen Skills erzielen. So können - und sollten - sich Vorgesetzte und Kollegen damit auseinandersetzen und die Leistung spezifisch anerkennen. Die eigenwillig erscheinende Kollegin, der etwas introvertierte Mitarbeiter, der zurückhaltende Chef - ist es wirklich so schwierig, Menschen jenseits des individuellen Mainstream tolerant und respektvoll zu begegnen und sie fachlich anzuerkennen?

Sicherlich harmonieren ähnliche Menschen leichter, aber gerade die, die anders ticken, ergänzen sich im Team am Besten. Konkurrenzdenken ist Hochsensiblen meist fern. In der Geschäftswelt ist es Usus und den meisten von uns vertraut. Kooperation - oder, wie es heute heißt: gutes Teamplay - ist uns allen jedoch abhanden gekommen. Es zu lernen und zu üben gehört zum Einmaleins der Mitarbeiterförderung.

Potenzial von hochsensiblen Mitarbeitern nutzen

Im Einklang mit allen Beteiligten einen guten Job zu machen ist das Bestreben hochsensibler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Äußerst kritisch (auch sich selbst gegenüber!) arbeiten sie sehr gewissenhaft und bringen in der Regel von sich aus einen hohen Einsatz. Um diesen zu messbaren Ergebnissen zu führen, ist das geeignete Umfeld für diese Mitarbeiter kein Luxus, sondern Voraussetzung.

Denn wer differenzierter und sehr viel mehr Reize aufnimmt braucht länger für die gründliche Verarbeitung. Eigentlich logisch, doch der Vorwurf "mangelnde Belastbarkeit" ist schnell im Raum. Stellt man den negativen Vorurteilen die Vorteile der Hochsensibilität gegenüber, überwiegen diese klar.

Im richtigen Umfeld sind Hochsensible oft die Konsequenteren und Zielstrebigeren und finden Lösungen, wo andere längst kapituliert haben. Sie sind die Unbestechlichen und finden Fehler, die anderen entgehen. Sie denken schlicht mehr und weiter als andere.

Deshalb vor Hochsensiblen auf die Knie zu fallen, dient niemandem. Aber Kompetenzen souverän zu erkennen und in weiser Voraussicht alle zur Verfügung stehenden Talente gemeinsam zu nutzen, das würde der Wirtschaft dienen. Es mangelt uns nicht an Fachkräften, nur am Talent und der Sensibilität, diese zu erkennen.

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