Enterprise 2.0

Warum sich Firmen mit Social Media schwer tun

17.08.2010
Von Diego Wyllie

Firmen mangelt es an Offenheit und Transparenz

Diese Frage erscheine zwar zunächst banal, räumen die DB-Analysten ein. Doch die Erfahrungen aus der Praxis zeigten, dass sie für den Erfolg von Web 2.0-Technologien in Unternehmen entscheidend sei und weist auf die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage der PR-Agentur Wildfire hin. Demnach sind rund 90 Prozent der befragten HighTech-Firmen aus Großbritannien zwar auf einer oder mehreren Social-Networking-Plattformen präsent. Statt sich aber auf die Besonderheiten der neuen MedienMedien einzustellen, verharren die Unternehmen bei den Methoden der traditionellen Unternehmenskommunikation. Die Konsequenz: Rund 43 Prozent der untersuchten Firmen, die einen Twitter-Account führen, haben laut Studie auf keinen einzigen Tweet geantwortet. Bei FacebookFacebook sind die Ergebnisse auch nicht besser: Nur 25 Prozent der Firmen, die eine Fanseite betreiben, würden auf die Kommentare ihrer Kunden aktiv eingehen. Alles zu Facebook auf CIO.de Top-Firmen der Branche Medien

Über die Hälfte der DAX-30-Unternehmen hat zwar eine Facebook-Fanseite und sogar 70 Prozent einen Twitter-Account, der offene und direkte Austausch lässt hier jedoch oft zu wünschen übrig.
Über die Hälfte der DAX-30-Unternehmen hat zwar eine Facebook-Fanseite und sogar 70 Prozent einen Twitter-Account, der offene und direkte Austausch lässt hier jedoch oft zu wünschen übrig.
Foto: Wirtschaftswoche

In Deutschland ergibt sich ein ähnliches Bild. Wie Stobbe erläutert, besitzen zwar mehr als die Hälfte der DAX-30-Unternehmen eine Facebook-Fanseite und sogar 70 Prozent einen Twitter-Account, der offene und direkte Austausch über die klassische Pressearbeit hinaus lasse allerdings auch hier zu wünschen übrig. "Die Voraussetzung für den Erfolg von Social Media-Initiativen ist eine Unternehmenskultur, die Offenheit und Transparenz großschreibt. Unternehmen müssen sich die grundsätzliche Frage stellen, ob sie dafür wirklich bereit sind" betont die Marktforscherin.

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