Basis für die Transformation

Warum ZEISS klug auf Partnerschaften und Kooperationen setzt

13.12.2021
Anzeige  Ein wichtiger Baustein seiner IT-Strategie ist die Zusammenarbeit mit Dienstleistern, sagt CIO Carsten Trapp. Wie etwa mit DXC Technology, das das Application Management betreut.
Das schnellste Rasterelektronenmikroskop der Welt: Im ZEISS MultiSEM arbeiten 91 Elektronenstrahlen parallel und nehmen eine 1 cm2 große Probe mit 4 nm Pixelgröße in weniger als drei Stunden auf.
Das schnellste Rasterelektronenmikroskop der Welt: Im ZEISS MultiSEM arbeiten 91 Elektronenstrahlen parallel und nehmen eine 1 cm2 große Probe mit 4 nm Pixelgröße in weniger als drei Stunden auf.
Foto: Zeiss

Carsten Trapp, CIO der Carl Zeiss Gruppe

Und in gewisser Weise ist das Unternehmen Zeiss diesem Leitmotiv in seiner langen Geschichte treu geblieben. Optikprodukte von Zeiss helfen Menschen, sich im alltäglichen Leben zurechtzufinden. Kameraobjektive ermöglichen lebensechte Aufnahmen. Ferngläser erlauben es, Tiere und Naturerscheinungen gestochen scharf zu beobachten. Mikroskope und Visualisierungssysteme helfen Medizinern, exakte Diagnosen zu stellen. Und Messsysteme decken in der Automobilindustrie Produktfehler im Mikrometerbereich auf.

Ein Instrument dafür ist für Zeiss die Digitalisierung, die es dem Unternehmen ermöglicht, Dienstleistungen für die von ihm hergestellten Produkte anzubieten. Zum Beispiel könnten Labore die Zeiss-Technologie nutzen, um Zugang zu zusätzlichen Online-Funktionen erhalten. Messgeräte mit künstlicher Intelligenz erkennen frühzeitig Probleme in Fertigungsprozessen.

Technologien weiten die Grenzen des Möglichen aus

Eine weitere Säule der Digitalisierungsstrategie bei Zeiss sind neue Geschäftsmodelle. Dazu gehört, die Produkte des Unternehmens nicht nur zum Kauf, sondern auch zur Vermietung anzubieten. Damit wird Hochleistungstechnologie auch für kleinere Unternehmen erschwinglich und zugänglich.

Die Hauptvoraussetzung für solche neuen Möglichkeiten ist bei der Zeiss Gruppe eine starke und sich ständig weiterentwickelnde IT-Basis. "Es ist wie in einem Gebäude. Neben vielen wichtigen Services aus der IT geht es zunächst erst einmal um die Bereitstellung von Wasser und Strom", sagt Carsten Trapp, CIO bei Zeiss. Die IT stellt die technische Grundversorgung im Konzern sicher. Ohne sie gäbe es weder eine digitale noch eine geschäftliche Transformation.

Carsten Trapp leitet seit März 2020 die Konzern IT der Carl Zeiss Gruppe. Zuvor war er zwei Jahre für die IT-Leitung innerhalb der Zeiss-Sparte Medizintechnik verantwortlich. Seine berufliche IT Karriere startete 1994 in der Pharma-Chemie-Industrie bei Merck in Darmstadt, gefolgt von Altana Pharma/Nycomed beziehungsweise Takeda Pharma. Seine letzte Station vor ZEISS war die SICK AG in Waldkirch bei Freiburg, bei der er von 2007 bis 2017 tätig war.
Carsten Trapp leitet seit März 2020 die Konzern IT der Carl Zeiss Gruppe. Zuvor war er zwei Jahre für die IT-Leitung innerhalb der Zeiss-Sparte Medizintechnik verantwortlich. Seine berufliche IT Karriere startete 1994 in der Pharma-Chemie-Industrie bei Merck in Darmstadt, gefolgt von Altana Pharma/Nycomed beziehungsweise Takeda Pharma. Seine letzte Station vor ZEISS war die SICK AG in Waldkirch bei Freiburg, bei der er von 2007 bis 2017 tätig war.
Foto: Zeiss

Und an dieser Stelle wird der sonst so sachliche Manager fast emotional. "Ich kann es nicht oft genug betonen: Am Ende des Tages geht es darum, eine stabile IT-Plattform bereitzustellen", sagt Trapp. "Ohne sie lassen sich auch die coolen Elemente der Digitalisierung nicht umsetzen." Dieser Aspekt werde oft als Selbstverständlichkeit dargestellt. "Tatsächlich steckt aber viel Arbeit darin, eine leistungsfähige, performante und sichere Umgebung zu schaffen, auf der neue Anwendungen aufgebaut werden können."

Die Sicherstellung einer stabilen IT-Plattform, die Innovation und Wandel vorantreibt, ist keine leichte Aufgabe. Zeiss ist in den letzten Jahren enorm gewachsen und hat zahlreiche Unternehmen in verschiedenen Einzelbereichen übernommen. Derzeit arbeiten weltweit 35.000 Mitarbeiter für Zeiss, und verschiedene Tochtergesellschaften befassen sich mit Technologien aus den Bereichen Feinmechanik und Optik.

Nicht nur eine, sondern zwei ERP-Systemlandschaften von SAP

All diese Unternehmen müssen mit dem "Strom und Wasser" ausgestattet werden, von dem Trapp spricht: leistungsfähige IT-Systeme und Anwendungen. Um diese komplexe Aufgabe zu bewältigen, arbeitet Zeiss mit externen Partnern zur Unterstützung zusammen. "Wir geben vielleicht sogar ein bisschen mehr an externe Unternehmen ab, als manch anderer am Markt", sagt Trapp.

Ein Bereich, den er einem externen Partner anvertraut hat, sind die Application Management Services. DXC Technology, ein führendes IT-Dienstleistungsunternehmen, das aus der Fusion von CSC und der Dienstleistungssparte von HP hervorgegangen ist, nutzt seine Enterprise-Technology-Stack-Fähigkeiten und sein Anwendungs-Know-how, um sicherzustellen, dass alle Support-Anfragen im Zusammenhang mit den SAP-Anwendungen so schnell wie möglich bearbeitet werden. Hinzu kommt eine enge Zusammenarbeit mit der ZEISS-eigenen Einheit Digital Partners sowie den Geschäftsbereichen der Zeiss Gruppe.

Das Ziel am Ende des Tages ist es, eine stabile IT-Plattform bereit zu stellen.

Carsten Trapp, CIO der Carl Zeiss Gruppe

Der Application-Management-Support von DXC gewährleistet den reibungslosen Betrieb der zentralen IT-Basis von Zeiss und trägt dazu bei, die Produktivität des Unternehmens zu schützen und zu steigern. So kann Zeiss das Kundenerlebnis für seine Kunden hinsichtlich Anfragen zu Bestellungen, Einkäufen und Zahlungen weiter verbessern. Zu diesem Zweck ist DXC in das Troubleshooting-System von Zeiss integriert und arbeitet mit anderen beteiligten Partnern wie ServiceNow und Fujitsu zusammen.

Die Aufgabe ist recht anspruchsvoll. Bei Zeiss ist nicht nur ein SAP-System im Einsatz, sondern zwei. Mit rund 15.000 Brillen- und Kontaktlinsenbestellungen pro Tag hat der Bereich "Augenoptik" ein besonders hohes Auftragsvolumen im Vergleich zu den anderen Tochtergesellschaften. Er nutzt daher eine eigene SAP-Lösung für die Auftragsabwicklung. Bei der Bearbeitung so vieler Bestellungen ist kein Platz für Fehler oder Verzögerungen. Hier muss DXC, gemeinsam mit den Fachexperten der Zeiss-IT, dafür sorgen, dass dieses geschäftskritische System ohne Unterbrechungen läuft.

Ausgerüstet mit neuen optischen Filtern machen die Mikroskope noch mehr Unentdecktes sichtbar. So sieht eine Aluminium-Kupfer-Legierung aus, die mit ZEISS Xradia CrystalCT analysiert wurde.
Ausgerüstet mit neuen optischen Filtern machen die Mikroskope noch mehr Unentdecktes sichtbar. So sieht eine Aluminium-Kupfer-Legierung aus, die mit ZEISS Xradia CrystalCT analysiert wurde.
Foto: Zeiss

DXC beschäftigt rund 50 Mitarbeiter, die rund um die Uhr an der Unterstützung von Zeiss-Anwendungen arbeiten. Um den Prozess ständig zu optimieren, treffen sich die Manager von DXC regelmäßig im Innovation Council. Wie der Name schon sagt, ist der Rat ein Ort, an dem DXC und Zeiss darüber diskutieren, wie sie künftige Innovationsziele unterstützen und neue Lösungen vorschlagen können, um die Strategie von Zeiss zu fördern.

Wenn Tickets zum Irrläufer werden und wie man sie einfängt

Eine davon ist der so genannte Spider in the net. Dieses System beobachtet, wie Tickets zwischen den verschiedenen Dienstleistungspartnern hin- und hergeschickt werden. Im schlechtesten Fall passiert das häufig, bevor ein Problem endlich gelöst ist. Spider in the net analysiert diese Bewegungen und zeigt den DXC-Mitarbeitern, warum ein Ticket nicht sofort bearbeitet wurde und wer der richtige Ansprechpartner gewesen wäre. Dabei geht es vornehmlich darum, die richtigen Experten themenspezifisch zusammenzubringen.

Bernd Elsässer ist Account General Manager für Zeiss. Diese Rolle geht bei DXC mit einer End-to-End-Verantwortung einher. Elsässer verantwortet alle vertraglichen Absprachen und unterstützt Zeiss in Projekten sowie allen laufenden Umsetzungen etwa zu den Application Managed Services.
Bernd Elsässer ist Account General Manager für Zeiss. Diese Rolle geht bei DXC mit einer End-to-End-Verantwortung einher. Elsässer verantwortet alle vertraglichen Absprachen und unterstützt Zeiss in Projekten sowie allen laufenden Umsetzungen etwa zu den Application Managed Services.
Foto: Zeiss

Das hat den Support deutlich verbessert. "Manchmal hat ein Endanwender zwei Wochen nichts mehr gehört hat, nachdem er ein Problem gemeldet hatte. Das passiert jetzt nicht mehr", berichtet Bernd Elsässer, Account-Manager bei DXC. Sein Unternehmen agiert im Support federführend. Lediglich der Expert-Support ist noch bei Zeiss ansässig. "Wir haben mittlerweile eine Quote von 95 Prozent erreicht" sagt Elsässer. Das heißt: Von 100 Tickets löst DXC 95 selbst. Die restlichen fünf gehen an die Kollegen der Zeiss IT oder den Hersteller.

Zusammenarbeit, die zum Erfolg führt

Zeiss und DXC arbeiten sehr eng zusammen, um sicherzustellen, dass die Prozesse reibungslos ablaufen und die Kunden von Zeiss das bestmögliche Kundenerlebnis erhalten. "Wir nehmen nicht einfach eine Änderung vor und machen uns keine Sorgen mehr", sagt Trapp. Stattdessen seien Zeiss-Mitarbeiter immer in alle Entscheidungen eingebunden. "Sie sind letztendlich diejenigen, die die Verantwortung tragen."

DXC ist auch mit im Boot, wenn es darum geht, wie Zeiss künftig seine Abrechnungen im Service-Geschäft durchführt. Der Dienstleister arbeitet gerade daran, die Cloud-Plattform Zuora an die beiden Hauptsysteme ERP/CRM von Zeiss anzubinden. Zuora bietet Funktionen für die Abo-Verwaltung und Abrechnung von Software-Services.

Es ist schön zu sehen, dass die IT durch die Digitalisierung eine enorme Aufwertung erfahren hat.

Carsten Trapp, CIO der Carl Zeiss Gruppe

Dann wird die Zeiss-IT - unterstützt von Dienstleistern wie DXC - die Grundlage liefern, damit der Gesamtkonzern neue Geschäftsmodelle erschließen kann. "Es ist schön zu sehen, dass die IT durch die Digitalisierung eine enorme Aufwertung erfahren hat", sagt Trapp. Und mit dieser Aussage ist wohl auch die Hoffnung verbunden, dass er künftig nicht mehr so oft sagen muss, wie wichtig eine stabile IT-Plattform für die coolen Digitalthemen ist.

Cases wie dieser zeigen: IT-Outsourcing wandelt sich stark. Das Thema wird agiler und rückt näher ans Business heran. DXC begleitet diese Entwicklung und treibt sie voran. Cases und Informationen dazu finden Sie im Blog von DXC Technology.

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