3 Grundsätze für CIOs

Weg mit den Wegwerf-Apps

26.10.2011
Von Andreas Hein
Andreas Hein ist Vice President Global Automotive Sector beim Beratungs- und IT-Dienstleistungsunternehmen Capgemini.   

Dank der Verfügbarkeit von GPS-Daten, Kompass, Kamera, Spracheingabe und dem Abgleich mit einem persönlichen Profil werden Angebote möglich, die gezielt auf die Umgebung und den Nutzer abgestimmt sind. Mit dem Ausbau von cloud-basierten Daten-Services und damit verbundenen Mash-Ups haben wir Zugriff auf aktuelle Informationen wie Verkehrsinformationen, Flugzeiten, Parkplatzreservierungen und unser ganz persönliches Carsharing. Ebenso können wir auf relevante Unternehmensdaten wie technischen Service, Informationen oder Account-Daten zugreifen, hinzu kommen "Location-Based-Services" nahe gelegener Unternehmen.

App-Friedhof statt Umsatzgenerator

Die unkomplizierte Art, wie Apps im App-Store eingekauft und installiert werden können, hat das Nutzerverhalten revolutioniert. Die Hemmschwelle für neue Anwendungen ist rapide gesunken, vielmehr wird der Hunger auf neue Software ständig geschürt. Und das Ganze zu Bezugspreisen wie ein Eis am Stiel - sprich, ein Erlebnis, das man sich einfach gern und gern auch öfter gönnt.

Mobile Endgeräte werden in die IT-Unternehmensarchitektur integriert.
Mobile Endgeräte werden in die IT-Unternehmensarchitektur integriert.
Foto: Capgemini

Die Applikation auf dem Gerät ist aber nur die Spitze des Eisbergs. Viele der heute eingesetzten Lösungen sind Wegwerf-Lösungen. Selten passt der Lebenszyklus der Produkte eines Unternehmens zu der kurzlebigen, hippen App auf dem iPhoneiPhone. Wenn etwa ein Autokäufer seinen Traumwagen per App konfiguriert und abschließend einen Preis sowie den voraussichtlichen Liefertermin auf der Anzeige sieht, erwartet er, dass dieses Datum auch vier Monate später noch korrekt errechnet wird. Dahinter stecken jedoch so komplexe Zusammenhänge wie der Einkauf des Trendlackes oder die noch immer verfügbare Kombination von Sportsitz und Elektromotor. Erst wenn Frontend und Backend sinnvoll verknüpft sind, entfalten Mobillösungen daher ihre volle Wirkung. Alles zu iPhone auf CIO.de

Investieren in die richtige App

Risiken und Folgekosten der Applikationen werden jedoch unüberschaubar, wenn die Kernprozesse eines Unternehmens nicht in der notwendigen Qualität integriert sind. Eine flexible und sichere IT-Architektur, abgestimmt auf die individuellen Unternehmensanforderungen, ist die Grundlage, um den Herausforderungen des dynamischen App-Kosmos gerecht werden zu können. Ich empfehle CIOs und IT-Abteilungen daher drei entscheidende Schritte:

1. Entwickeln Sie Apps, die ihr Geld wert sind.

Unternehmen werden Apps als eine Mixtur aus Werbung-, Marketing-, Social-Media-, Vertriebs- und IT-Anforderungen heraus entwickeln. Gelder aus den Werbe- und Marketing-Budgets werden in diese Richtung umgeleitet. Investieren Sie dieses Budget in flexible, hochwertige Anwendungen statt in Wegwerf-Applikationen.

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