iPad vor Android, RIM und HP

Wettbewerb bei Tablet-PCs steht bevor

Thomas Pelkmann ist freier Journalist in Köln.

Aus diesen Vorteilen entwickelt der Forrester-Analyst drei Einsatzszenarien: Mitglieder der Geschäftsleitungen und Vorstände werden Tablet-PCs anstelle von Aktenordnern und Schnellheftern verwenden. Außendienstmitarbeiter werden Tablet-PCs anstelle von Laptops verwenden. Für viele konkrete Arbeitssituationen (auf der Baustelle, im Operationssaal, beim Verkaufsgespräch des Versicherungsagenten, im Supermarkt oder in der Ölraffinerie) wird es zunehmend Anwendungen und Apps geben, die Clipboards oder Listen mehr und mehr überflüssig machen werden.

Motorola greift mit Android-Tablet an

Interessant ist auch die Frage nach dem richtigen Tablet: Bislang war sie leicht zu beantworten, denn das iPad war wenn schon nicht das Beste, so dann zumindest das Einzige. Laut Schadler wird das Apple-Gerät aber auch 2011 den Markt beherrschen: erstens, weil es einfach da ist und andere nicht. Zweitens hat sich das iPad (gemeinsam mit dem iPhone aus gleichem Hause) bereits im Firmengebrauch bewährt (wenn auch oft unter Schmerzen) und sind mittlerweile auch im Einsatz in heiklen Gebieten erprobt. Und wenn dann doch mal andere Tablet-PCs kommen, müssen sie bei Performance, Funktionalität und App-Angebot erst mal an den Quasi-Standard von Apple heranreichen.

Dennoch werde sich der Markt entwickeln, glaubt Schadler: Hinter Apple würden Motorola und andere Hersteller Android-Tablets auf den Markt bringen. RIM mit dem auf den Unternehmenseinsatz spezialisierten Playbook und HPHP mit dem WebOS Tablet folgen auf den Plätzen drei und vier. Alles zu HP auf CIO.de

Es folgen Fragen nach dem Verhältnis von Notebooks und Tablet-PCs, nach der Sicherheit und dem firmenweiten Management der Geräte, der Entwicklung von Apps und der Frage nach dem Ansatz "Bring your own devices". Eine Frage, die oft gestellt wurde, ist aber die, wie man existierende Anwendungen auf mobile Endgeräte portieren kann. Das, meint Ted Schadler, sei eine gewaltige Aufgabe: all die tausenden Business-Anwendungen auf die vielen unterschiedlichen Smartphones und Tablet-PCs zu portieren.

Aber es gebe einen Weg, diese Riesenaufgabe deutlich abzukürzen: Desktop-Virtualisierung. Wenn Client-Anwendungen nur noch auf Servern laufen sei es kein Problem, sie auf beliebigen Endgeräten verfügbar zu machen, so der Forrester-Analyst. Seine Hand dafür ins Feuer legen, dass die VirtualisierungVirtualisierung auch auf mobilen Endgeräten funktioniert, möchte Schadler indes nicht. Anwenderberichte legten aber den vorsichtigen Schluss nahe, dass man seine Arbeit auch so erledigen könne. Alles zu Virtualisierung auf CIO.de

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