Adaptive IT

Wie der Wandel zu einer adaptiven IT-Abteilung gelingt

23.10.2018
Anzeige  Nach Wahrnehmung vieler Entscheider reagiert der IT-Bereich im eigenen Unternehmen nicht ausreichend schnell auf neue Anforderungen oder scheitert daran, innovative Lösungen bereitzustellen. IT-Abteilungen müssen sich zu adaptiven IT-Organisationen wandeln, um diese Bedürfnisse zu erfüllen. Wir zeigen die wichtigsten Maßnahmen für den Übergang zu einer Adaptiven IT auf.

Eine aktuelle branchenübergreifende Studie der Managementberatung Horváth & Partners zeigt, dass sich die IT-Abteilung in vielen Unternehmen wandeln muss, um Gestalter und Treiber der digitalen Transformation im Unternehmen zu werden.

96 Prozent der 190 befragten Entscheider aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind sich einig, dass die Bedeutung der IT innerhalb des Unternehmens in den nächsten drei Jahren stark zunehmen wird. Aber mehr als drei Viertel der Manager nehmen die IT-Abteilung derzeit lediglich als Bereitsteller von Dienstleistungen wie Wartung von Endgeräten, Management von Client-Betriebssystemen oder Office-Lösungen wahr. Nur jeder Zehnte sieht die IT uneingeschränkt als eine kundenorientierte Service-Organisation.

IT-Abteilungen müssen sich wandeln - Der Brückenschlag mit anderen Fachabteilungen ist notwendig.
IT-Abteilungen müssen sich wandeln - Der Brückenschlag mit anderen Fachabteilungen ist notwendig.
Foto: Horvath & Partners

Darüber hinaus geben lediglich sechs Prozent der Entscheider an, dass die IT-Kollegen proaktiv Innovationen für die Fachbereiche erarbeiten. Des Weiteren sind nur zehn Prozent der Befragten der Meinung, dass die IT in der Lage ist, flexibel auf Anforderungen der Fachbereiche einzugehen. Deshalb überrascht es nicht, dass in 61 Prozent der Unternehmen die Fachbereiche IT-Lösungen selbst erarbeiten. Diese Ergebnisse zeigen, dass viele IT-Organisationen aktuell nicht als kundenorientierte Serviceorganisationen und damit als Adaptive IT wahrgenommen werden.

Vier Merkmale einer adaptiven IT

Die Manager erwarten, dass sich die IT künftig stärker als kompetenter Partner der Fachbereiche anbietet. Bei der Befragung definierten sie vier wesentliche Merkmale einer adaptiven IT-Abteilung, die sie zur kundenorientierten Service-Organisation aufwerten:

  • Die Adaptive IT wird als Gestalter der digitalen Transformation im Unternehmen wahrgenommen

  • Die Adaptive IT denkt in den Geschäftsprozessen des Unternehmens

  • Die Adaptive IT erarbeitet proaktiv Innovationen für die Fachbereiche

  • Die Adaptive IT ist in der Lage, flexibel auf die Anforderungen der Fachbereiche einzugehen

Somit zeichnet sich eine Adaptive IT dadurch aus, dass sie agil mit den Fachbereichen zusammenarbeitet, diese in technischen Fragestellungen unterstützt und alle Aktivitäten mit Bezug zur Informationstechnologie im Unternehmen orchestriert. Voraussetzungen dafür sind die Nähe zu den Fachbereichen und die genaue Kenntnis der Geschäftsprozesse des Unternehmens.

Maßnahmen zur Entwicklung einer Adaptive IT

Für den Aufbau einer adaptiven IT gilt es zunächst, eine starke Führungs- und Steuerungsstruktur zu etablieren, die unter anderem IT-Prozesse, Stammdaten-Management und IT-Architektur umfasst.

Viele Organisationen stehen vor der Herausforderung, klassische und agile Methoden parallel etablieren zu müssen, etwa für Entwicklung und Betrieb. Die IT-Organisation muss dafür die notwendigen Fähigkeiten auf- und ausbauen. Dazu gehört auch, die IT-Mitarbeiter gezielt zu fördern und ihre Skills für die Anpassung der Vorgehensweisen weiterzuentwickeln. Das Ziel ist es, die Mitarbeiter in die Lage zu versetzen, durch ihr Geschäftsprozessverständnis proaktiv Innovationen für die Fachbereiche zu entwickeln.

Auslagerung schafft Flexibilität und Freiräume

Ein Innovationsprozess, der Teil der Unternehmensstrategie ist, kann darüber hinaus dabei helfen, die IT in die Rolle des Gestalters der digitalen Firmentransformation zu bringen. Hierbei ist es hilfreich, eine effiziente Zusammenarbeit mit den Fachbereichen durch die Etablierung von agilen Partnermodellen sicherzustellen, zum Beispiel durch das Auslagern der IT-Infrastruktur in ein externes Rechenzentrum - genannt Co-Location.

Eine Adaptive IT verantwortet auch ein übergreifendes Portfolio- und Demand-Management zur Steuerung und Orchestrierung der Informationstechnologie im Unternehmen. Die Auslagerung von Routinetätigkeiten schafft die Flexibilität und Freiräume, sich flexibel um die Anforderungen der Nutzer zu kümmern. Allerdings kommt dem Management der Dienstleisterverträge dabei eine entscheidende Rolle zu, weil diese so gestaltet sein müssen, dass sich die Steuerungs- und die Reaktionsfähigkeit der IT auf Anforderungen aus dem Fachbereich auch wirklich erhöht.

Da eine wichtige Grundlage für digitale Geschäftsmodelle ein zentrales Stammdatenmanagement ist, gehört auch dies zu den Kernaufgaben einer Adaptiven IT. So können die Informatiker den Fachbereichen neue Anwendungsfälle von Technologie, zum Beispiel in der Datenauswertung, aufzeigen. Auch für diese Aufgabe ist ein gutes Verständnis der Geschäftsprozesse und der Aufgaben der Fachbereiche von entscheidender Bedeutung. Nur so ist es möglich, künftig proaktiv innovative und flexible Lösungen zu entwickeln.

Erfahren Sie jetzt mehr in der zugehörigen Studie

Zur Startseite