Absonderliche Anschreiben

Wie Sie den Job garantiert nicht bekommen

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.

Ein weiterer Anwärter war offenbar genervt von all den ausgefeilten Formulierungen, mit denen er sich hätte anpreisen sollen. So schrieb er denn ganz direkt: „Ich bin ein großartiger Mitarbeiter für jede Position. Wenn Sie wollen, langweile ich Sie mit zehn weiteren, ähnlichen Adjektiven." Schöne Offenheit, aber wohl erfolglos.

Grundsätzlich sei es positiv, wenn Bewerber sich nicht allzu sehr einengen. Dieser Kandidat hat es jedoch übertrieben: „Ich suche etwas Spezifisches oder auch überhaupt nichts Spezifisches", ließ er den Personaldienstleister wissen.

Ein Anderer bat in seinem Anschreiben: "Im Anhang finden Sie meinen Lebenslauf. Bitte nehmen Sie sich die Zeit, ihn komplett zu lesen, bevor Sie mir eine Tätigkeit außerhalb meines Bereichs anbieten." Messmer fand aber, er habe schon genug gelesen.

Sichtbare Leistungen zeigen

Punkten können Bewerber immer mit sichtbaren Leistungen wie etwa Beförderungen. Allerdings nicht nach diesem Schema: "Einstieg als Assistant Brand Manager. Befördert worden. Nochmals befördert worden. Nochmals befördert worden. Und nochmals." Messmer wünschte, dieser Schreiber wäre etwas mehr ins Detail gegangen. "Wir können nur vermuten, dass er mittlerweile CEO geworden ist", orakelt er.

Robert Half ist immer auf der Suche nach mehr oder weniger gelungenen Bewerbungs-Beispielen. Der Personaldienstleister sammelt sie auf resumania.com.

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