Fünf Schritte in die Zukunft

Wie Sie künstliche Intelligenz für sich nutzen

22.02.2019
Anzeige  Künstliche Intelligenz (KI) leitet eine neue Welle der Digitalisierung ein. Einer noch unveröffentlichten Studie der Managementberatung Horváth & Partners zufolge tun sich vor allem mittelständische Unternehmen schwer mit der neuen Technologie. Wir zeigen Ihnen, wie Sie in fünf Schritten zu künstlicher Intelligenz gelangen.

Kaum eine Technologie hat die Diskussionen im vergangenen Jahr so beherrscht wie künstliche Intelligenz. Das Aufeinandertreffen hochentwickelter Algorithmen und großer Datenmengen mit Hochleistungsrechnern ermöglicht weitreichende Anwendungen in der Praxis. Eine noch unveröffentlichte Studie der Managementberatung Horváth & Partners zeigt, dass vor allem kleine und mittelständische Unternehmen sich eher schwertun, künstliche Intelligenz für sich nutzbar zu machen. Für die Studie wurden 43 Manager von Unternehmen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Ungarn befragt.

Ein wesentlicher Grund für die zögerliche Umsetzung von KI im Unternehmen ist fehlendes Know-how.
Ein wesentlicher Grund für die zögerliche Umsetzung von KI im Unternehmen ist fehlendes Know-how.
Foto: Phonlamai Photo - shutterstock.com

Jede dritte Firma arbeitet an KI-Initiativen

Zwar messen Unternehmen KI höchste Relevanz zu. 77 Prozent der befragten Entscheider teilen diese Ansicht. Für die nächsten fünf Jahre trauen sogar 88 Prozent der Entscheider der Technologie zu, ihre Branche grundlegend zu verändern.

Jedoch verläuft die Umsetzung in den Betrieben eher zögerlich: Erst jedes dritte Unternehmen arbeitet an konkreten Initiativen. 36 Prozent sehen sich im Vergleich zu Mitbewerbern im Rückstand. Knapp die Hälfte ist aktuell noch damit befasst, erst einmal die Grundlagen zu schaffen. Diese Firmen kümmern sich um internen Wissensaufbau und betreiben Marktbeobachtung.

Mittelständler kämpfen mit fehlendem Know-how

Ein wesentlicher Grund für die zögerliche Umsetzung ist fehlendes Know-how. Für 22 Prozent der befragten Unternehmen - davon knapp 80 Prozent Mittelständer - ist die Technologie weitgehend unbekannt, das interne Wissen beschränkt sich auf Medienberichte. 43 Prozent der Firmen verfügen zumindest über Basiskenntnisse. Aber nur 17 Prozent der befragten Entscheider berichten über systematischen Kompetenzaufbau mithilfe von Schulungen, gezieltem Recruiting und über Partnerschaften.

Große Unternehmen mit vorwiegend nicht-physischen Produkten sind bereits am weitesten und streben danach, KI für sich zu nutzen. Sie bemühen sich um gezielten Kompetenzaufbau in den eigenen Reihen. Die Studie zeigt, dass die Finanzbranche hier besonders aktiv ist.

KI als Umsatz-Turbo

Die Manager erwarten, dass der Einsatz selbstlernender Systeme neben Kosten- und Qualitätsvorteilen auch einen Schub für den Umsatz bringt. Um künstliche Intelligenz nutzbar zu machen, müssen die Weichen in den Unternehmen schon heute richtiggestellt werden. Wir zeigen in fünf Schritten, wie das geht.

  • Anwendungsfelder identifizieren & bewerten

Mögliche Anwendungsfelder sollten genau unter die Lupe genommen werden. So kann sichergestellt werden, dass später an nutzbringenden Projekten gearbeitet wird. Grundlegendes Bewertungskriterium ist die Verfügbarkeit von Daten, denn sie bilden die Grundlage jeder KI. Stoßen Unternehmen auf ein Datenmonopol, kann dies sogar die Grundlage für ein neues, zukunftsfähiges Geschäftsmodell sein. Interne Prozess- und externe Produktanwendungen sollten getrennt betrachtet werden.

  • KI-Strategie entwickeln & operationalisieren

Nach der Auswahl von Anwendungsfeldern muss definiert werden, wie diese in Projekten umzusetzen sind. Eine KI-Strategie stellt sicher, dass alle Projekte abgestimmte Ziele verfolgen.

  • Leuchtturmprojekte etablieren & Kompetenz aufbauen

Leuchtturmprojekte erzeugen eine Signalwirkung im Unternehmen. Das wiederum beschleunigt die Wissensverteilung und den unternehmensweiten Kompetenzaufbau. Auf die Mitarbeiter kommt es an - das Augenmerk sollte daher auf Schulungsprogrammen, strategischen Partnerschaften und gezieltem Recruiting liegen.

  • KI im Organisations- und Betriebsmodell verankern

KI verändert die Art und Weise, wie Unternehmen arbeiten und greift damit tief in vorhandene Organisationsstrukturen und -abläufe ein. Neue Rollen und klare Zuständigkeiten sichern den Übergang von der Pilot- zur Produktivphase.

  • KI unternehmensweit umsetzen

Ohne Change-Management geht es kaum. Schließlich sollen Mitarbeiter und KI am Ende zusammenarbeiten. Gezieltes Veränderungsmanagement, das umfassende Schulungsprogramme vorsieht, ist hier der Schlüssel. Dabei müssen zum Beispiel auch ältere Mitarbeiter eingebunden werden, damit sie mit ihrem wichtigen Erfahrungswissen im Unternehmen auch weiterhin zur Verfügung stehen.

Fazit

Unsere Umfrage bestätigt, dass KI branchenübergreifend relevant ist. Besonders Finanzdienstleiter beschäftigen sich bereits intensiv mit der Technologie. Kleineren Unternehmen fällt es mitunter schwer, den nötigen Kompetenzaufbau zu leisten. Besonders für mittelständische Betriebe erscheint es ratsam, den Weg zur KI in fünf Schritte zu zerlegen. Denn mit jeder gemeisterten Etappe rückt das Ziel näher.

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