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Managed Cloud-Services statt Do it yourself

Wie Sie von gemanagten Cloud Services profitieren

08.06.2017
Von Marco Köhler
Vor allem mittelständischen Unternehmen kann es Vorteile bringen, das Management einer Cloud-Infrastruktur einem Dienstleister zu übertragen.

Ohne Frage ist Selbermachen groß in Mode. Baumärkte fordern den Heimwerker auf, endlich "sein Projekt" zu starten; in der Maker-Bewegung finden sich Tüftler zusammen, die digitale Produkte entwickeln, von programmierbaren Mini-Computern bis hin zu Robotern.

Heißt das, dass auch in der Unternehmens-IT das Do-it-yourself-Prinzip an Boden gewinnt? Manchmal könnte man diesen Eindruck gewinnen, etwa wenn man Cloud-Computing betrachtet. Einfach einen Cloud-Dienst über ein Web-Portal auswählen, die Zahlungsdaten hinterlegen - und los geht es. Diesen Anschein erwecken zumindest viele der großen Anbieter von Public Cloud Services.

Cloud heißt nicht unbedingt "easy"

Doch den passenden Cloud-Dienst auszuwählen, zu konfigurieren und mit der hauseigenen IT-Umgebung zu verknüpfen, ist anspruchsvoller, als eine Steuerung für eine LED-Leuchte zu entwerfen. Vor allem für mittelständische Unternehmen ist es alles andere als trivial, eine maßgeschneiderte Cloud-Strategie im Alleingang zu entwickeln und umzusetzen.

Klassische Problempunkte sind der Mangel an Know-how und fehlende Ressourcen in der IT-Abteilung. Daher ist es kein Wunder, dass sich laut einer Studie von IDC bis zu 60 Prozent der Cloud-Projekte deutscher Unternehmen derzeit in einer "frühen Phase" befinden.

Laut einer Studie von IDC befinden sich 60 Prozent der deutschen Unternehmen in puncto Cloud derzeit noch in einer „frühen Phase“.
Laut einer Studie von IDC befinden sich 60 Prozent der deutschen Unternehmen in puncto Cloud derzeit noch in einer „frühen Phase“.
Foto: IDC

Hilfe vom Systemhaus statt Do it yourself

Doch es gibt eine Alternative zum Do-it-yourself-Ansatz: Managed Cloud Services, die ein erfahrenes Systemhaus wie Bechtle bereitstellt. In diesem Fall übernimmt es der Systemhaus-Partner, Cloud-Dienste führender Anbieter wie Amazon Web Services, Microsoft (Azure) oder Cisco gewissermaßen zum Kunden zu bringen. Das Systemhaus wählt in diesem Fall für den Kunden die passenden Cloud-Angebote dieser Anbieter aus und "veredelt" diese Services.

Für den Nutzer hat das mehrere Vorteile. So profitiert er von der Beratungskompetenz des Partners. Dieser analysiert die Geschäftsanforderungen des Unternehmens und dessen IT-Infrastruktur. Auf Basis der Erkenntnisse stellt der Anbieter der Managed Cloud Services ein individuelles Paket für den Nutzer zusammen - neutral und herstellerunabhängig. Das heißt "Maßanzug" statt "Service von der Stange".

Apropos Maßanzug: Einige Managed Services Provider wie Bechtle haben eigene oder "veredelte" Cloud-Services im Portfolio. Dazu zählen beispielsweise Storage-as-a-service-Angebote sowie Lösungen für Backup und Disaster Recovery, aber auch erweiterte Versionen von Microsoft Office 365. Der Nutzer erhält somit eine auf ihn zugeschnittene Cloud-Lösung und kein Produkt, das ihm und seinen Mitarbeitern Kompromisse auferlegt.

Datenschutz und Compliance inklusive

In vielen Fällen wollen Unternehmen ihre vorhandene IT-Umgebung mit Public-Cloud-Diensten von Anbietern wie AWS oder Microsoft verbinden, Stichwort Hybrid Cloud. Sachkundige Hilfe durch ein Systemhaus vor Ort, wie Bechtle, verkürzt diesen Prozess. Das spart Zeit und vermeidet kostspielige Experimente nach dem Motto "Trial and Error".

Ein weiterer Pluspunkt von Managed Services, die Systemhaus-Partner wie Bechtle anbieten, sind Clouds, die über Rechenzentren in Deutschland bereitgestellt werden: Solche Dienste erfüllen die Vorgaben der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der EU und gängige Compliance-Vorschriften. Der Nutzer ist somit juristisch gesehen stets auf der sicheren Seite. Dazu trägt bei, wenn der Anbieter der Managed Services seinen Unternehmenssitz in Deutschland hat. In diesem Fall unterliegt er deutschem beziehungsweise EU-Recht und ist an die hierzulande geltenden Gesetze gebunden.

Partner wie etwa Systemhäuser, spielen für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen die Cloud-Projekte umsetzen möchten, eine wichtige Rolle als Berater.
Partner wie etwa Systemhäuser, spielen für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen die Cloud-Projekte umsetzen möchten, eine wichtige Rolle als Berater.
Foto: IDC

Alles aus einer Hand

Zu den größten Vorteilen von Managed Cloud Services zählt jedoch, dass ein Nutzer alles aus einer Hand erhält: Beratung, Service, Support und Abrechnung. Das gilt auch dann, wenn ein Unternehmen Cloud-Dienste mehrerer Anbieter wie AWS oder Microsoft nutzen möchte. Eine solche Multi-Cloud-Strategie verfolgen immer mehr Nutzer von Cloud-Diensten, um sich nicht von einem einzigen Cloud Service Provider abhängig zu machen. Ein zentraler Ansprechpartner wie Bechtle macht es einfach, eine Multi-Cloud-Umgebung einzurichten und zu betreiben.

Vor diesem Hintergrund ist es nachvollziehbar, dass laut der Studie von IDC zum Status der Cloud in Deutschland nicht nur Hersteller, sondern auch unabhängige Partner wie Systemhäuser für deutsche Unternehmen bei der Umsetzung von Cloud-Projekten eine wichtige Rolle spielen.

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