Windows 10 "in cloud"

Wie Unternehmen PCs einfacher verwalten

Gregg Keizer schreibt für die Computerworld und beschäftigt sich thematisch vor allem mit Microsoft, Security, Apple und neuen IT-Trends.
Bastian Seebacher ist freier Mitarbeiter der Redaktion COMPUTERWOCHE.
Microsoft bietet Firmenkunden eine neue Sammlung von Konfigurationseinstellungen an, die das Management von Windows-PCs vereinfachen soll.
Das Management von Windows-PCs in Unternehmen soll sich mit "in cloud" deutlich einfacher gestalten. Das müssen Sie jetzt wissen.
Das Management von Windows-PCs in Unternehmen soll sich mit "in cloud" deutlich einfacher gestalten. Das müssen Sie jetzt wissen.
Foto: Wachiwit - shutterstock.com

Das von MicrosoftMicrosoft als "in cloud" oder "cloud config" bezeichnete neue Set an Einstellungen soll es Unternehmen erleichtern, standardisierte PCs bereitzustellen, die für grundlegende Funktionen wie das Surfen im Internet, Office und eine begrenzte Anzahl von Business-Apps ausgestattet sind. Vor allem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Studierende, die nur einen Browser und ein paar Produktivitäts-Apps benötigen, sollen von dem Angebot profitieren. Alles zu Microsoft auf CIO.de

"Microsoft sieht darin eine Möglichkeit, Unternehmen zu unterstützen, indem es eine empfohlene Konfiguration von Windows 10 für Benutzer mit bestimmten Arbeits-Anforderungen bereitstellt", schreiben Senior Program Manager Ravi Ashok und Principal Software Engineer Stan White in einem Setup-Guide. "Die Windows 10 'in cloud'-Konfiguration hilft der IT, die Verwaltung für diese Benutzer zu standardisieren und zu vereinfachen."

Vorteile für Admins

Microsofts verfolgt damit zwei Ziele. Erstens sollen IT-Administratoren mit vorgefertigten Einstellungen versorgt werden, die sie dann nur noch auf neue oder bereits vorhandene PCs anwenden müssen. Auf diese Weise können Mitarbeiter und Studenten direkt loslegen, nachdem sie ihren PC erhalten haben. Zweitens entsteht eine Reihe von standardisierten PCs, die Administratoren mit den ihnen bereits zur Verfügung stehenden ToolsTools verwalten können - vorausgesetzt, der Arbeitgeber verfügt über bestimmte Microsoft-365-Lizenzen. Das wichtigste dieser Tools ist der "Microsoft Endpoint Manager". Alles zu Tools auf CIO.de

Das als "in cloud"- beziehungsweise "cloud config" bezeichnete Angebot erinnert an andere "ready-to-deploy"- Konfigurationseinstellungen von Microsoft, insbesondere die verschiedenen Security-Richtlinien für Windows, Edge und andere Produkte. Wie diese Grundlagen ist "in cloud" kostenlos, kann jedoch nicht von allen genutzt werden.

Notwendige Microsoft-Lizenzen

So kann "in cloud" für die Konfiguration von Windows 10 Pro-, "Enterprise"- und "Education"-PCs verwendet werden, allerdings nur, wenn der User über Lizenzen für verschiedene Microsoft-Produkte verfügt, darunter:

Microsoft empfiehlt als "notwendiges Mindestpaket" für die Cloud-Konfiguration "Enterprise Mobility" plus "Security E3" (7,40 Europro Benutzer pro Monat) oder "Office 365 E3" (20 Dollar pro Benutzer pro Monat) sowie ein Gerät mit Windows 10 Pro.

Eine umfassendere Lizenz wäre "Microsoft 365 E3" (32 US-Dollar pro Benutzer und Monat), welche zudem Windows 10 Enterprise enthält. Andere Paketoptionen reichen von "Microsoft 365 F3" (zehn US-Dollar pro Benutzer pro Monat) über "Microsoft 365 Business Premium" (19,70 Euro pro Benutzer pro Monat) bis zu "Microsoft 365 E5" (34,40 Euro pro Benutzer pro Monat).

Der Name für diese von Microsoft empfohlene Standardkonfiguration beschreibt sowohl deren Grundlage als auch deren Grenzen. Das wichtigste Management-Tool für die Implementierung in der Cloud ist "Intune", die Cloud-native Management-Plattform, die Teil des "Microsoft Endpoint Manager" ist. Außerdem sind die meisten Funktionen, die durch die Konfiguration bereitgestellt werden, Cloud-basiert wie etwa der Online-Speicher (OneDrive), Authentifizierung und Identifizierung (Azure AD). Wichtige Komponenten wie die "Office-Apps" müssen jedoch weiterhin lokal installiert werden.

Für wen lohnt sich "in cloud"?

In Cloud eignet sich laut Microsoft aber nur für User, die nicht auf On-Premises-Dienste angewiesen sind, da wichtige Komponenten wie E-Mail und Speicherplatz über Microsoft beziehungsweise Microsoft 365 bereitgestellt werden. Die idealen Kandidaten für In-Cloud sind laut Microsoft User, die "keine lokale IT-Infrastruktur benötigen, um in ihrer Rolle produktiv und erfolgreich zu sein".

Die "In-Cloud"-Einstellungen müssen von Anfang an manuell von IT-Administratoren konfiguriert werden (deshalb ist der von Ashok und White verfasste "Setup-Guide" wichtig für die Implementierung der Konfiguration).

Microsoft kündigte an, dass man In-Cloud mit zusätzlichen Einstellungen verbessern oder bereits vorhandene entfernen oder modifizieren werde. Zudem arbeite der Softwareriese derzeit an einem Intune-"geführten Szenario", das die einzelnen Teile automatisch zusammensetzt.

In seinem Setup-Guide bringt Microsoft die Unterschiede zwischen "in cloud" und traditionellem Windows-Management auf den Punkt.
In seinem Setup-Guide bringt Microsoft die Unterschiede zwischen "in cloud" und traditionellem Windows-Management auf den Punkt.
Foto: Microsoft / IDG

Weitere Informationen über "in cloud" finden sich auf einer neuen Website (inklusive einem kurzen FAQ), im Setup-Guide sowie in einem Blog-Beitrag von Joe Lurie, Senior Product Manager für Microsoft 365. (kf/mb)

Dieser Beitrag basiert auf einem Artikel unserer US-Schwesterpublikation Computerworld.com.

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