Windows 10

Windows entnerven: 20 Tipps zum Optimieren

19.02.2019
Von David Wolski
Serverräume oder Orte mit abenteuerlichem Internetzugang sind heute sein Habitat. Seltener ist er in Meetings anzutreffen, zumal sich seine Existenz als Freelancer über zwei Kontinente und diverse Projekte erstreckt.

4. Telemetriedaten: Datenerfassung abschalten

Die Ermittlung der Telemetriedaten kann ein hinzugefügter Wert in der Registry unterbinden. Starten Sie Regedit.exe, am einfachsten über den Ausführen-Dialog, den die Tastenkombination Win-R auf denn Bildschirm bringt. In der Schlüsselhierarchie links gehen Sie zum Zweig "Hkey_Local_ Machine\Software\Policies\Microsoft\ Windows\DataCollection" und fügen nach einem Rechtsklick im Fenster links mit "Neu -› DWORD-Wert (32-Bit)" den Wert AllowTelemetry hinzu, den Sie auf "0" belassen.

Jetzt ist es noch nötig, zwei laufende Windows-Dienste zu deaktivieren. Dazu rufen Sie über den Ausführen-Dialog (Win-R) die Dienstverwaltung mit dem Befehl services. msc auf. In der Liste der Dienste stellen Sie nach einem Doppelklick auf "Benutzererfahrung und Telemetrie im verbundenen Modus" den "Starttyp" für diesen Dienst auf "deaktiviert".

Hinweis: In älteren Versionen von Windows 10 lautet der Name dieses Dienstes "Diagnosenachverfolgungsdienst".

5. Kein Sperrbildschirm: Gleich zur Anmeldung gehen

Der Sperrbildschirm von Windows 10 ist auf Desktop- PCs und Notebooks ohne Touchbildschirm nur Zierde und hat keinen Nutzen.
Der Sperrbildschirm von Windows 10 ist auf Desktop- PCs und Notebooks ohne Touchbildschirm nur Zierde und hat keinen Nutzen.

Der Sperrbildschirm von Windows 10 ist auf einem PC ohne Touchscreen reichlich unnütz. Auf einem Desktop-PC ist der zusätzliche Mausklick zur Anmeldung auf Dauer nur lästig. In der Home- und Pro-Ausgabe von Windows 10 gibt es jeweils einen separaten Weg, den Sperrbildschirm abzuschalten:

In der Home-Version ist eine Änderung in der Windows-Registry nötig: Starten Sie Regedit.exe über den Ausführen-Dialog (Win-R). Gehen Sie dann zum Zweig "Hkey_Local_Machine\Software\Policies\Microsoft\Windows". Klicken Sie mit der rechten Maustaste in die rechte Fensterhälfte, gehen Sie auf "Neu -› Schlüssel" und nennen Sie den neuen Eintrag Personalization. Markieren Sie diesen und klicken Sie mit der rechten Maustaste in die rechte Fensterhälfte. Wählen Sie "Neu -› DWORD-Wert (32-Bit)" und geben Sie dem neuen Wert den Namen NoLockScreen. Nach einem Doppelklick auf diesen neuen Eintrag bekommt er den Wert "1" zugewiesen.

In der Pro-Version kann man diesen Registry-Eintrag über die Gruppenrichtlinien setzen, die der Aufruf Gpedit.msc im Ausführen-Dialog startet. Dort gibt es den Schalter "Sperrbildschirm nicht anzeigen" unter "Richtlinien für Lokaler Computer -› Computerkonfiguration -› Adminstrative Vorlagen -› Systemsteuerung -› Anpassung".

Weniger Werbung: Acht Tipps gegen nervige Reklame

Die Benutzeroberfläche in Windows 10 ist auch eine große Werbefläche. Die Werbung ist nicht so penetrant wie auf vielen Android-Geräten, aber auf einem Desktop-System für den Arbeitsalltag dennoch inakzeptabel.

Tipp 1: Werbung und Meldungen abschalten

Der nicht unbedingt nötige Sperrbildschirm (–› Tipp 5) von Windows 10 zeigt nach einer Weile Werbung in Form von Hinweisen auf neue Programme und Microsoft-Produkte an. In den Einstellungen ist unter "Personalisierung –› Sperrbildschirm" bei "Hintergrund" die Option "Windows-Blickpunkt" gewählt. Wenn Sie "Bild" einstellen, unterbleibt die Werbung.

Tipps 2: Onedrive komplett deinstallieren

Windows 10 wird nicht müde, uns Anwendern allenthalben an die Vorzüge von Onedrive als Cloud-basierte Dateiablage zu erinnern. Wer Onedrive noch nicht eingerichtet hat, bekommt immer wieder eine sanfte und schnell störende Aufforderung, den Dienst zu nutzen. Eine Deinstallation von Onedrive schafft Abhilfe. Diese ist in den Einstellungen unter "Apps –› Apps & Features" mit einem Klick auf "Microsoft OneDrive" und "Deinstallieren" erledigt.

Tipp 3: Vorschläge zu Apps unterbinden

Gelegentlich zeigt das Startmenü weitere vorgeschlagene Apps als Empfehlung an. Diese Werbeeinblendungen lassen sich abschalten: Dazu setzen Sie den Schalter hinter "Personalisierung –› Start –› Gelegentlich Vorschläge im Startmenü anzeigen" in den Einstellungen auf "Aus".

Tipp 4: Pop-up-Meldungen ausschalten

Auch die Taskleiste zeigt unaufgefordert Pop-ups mit Bedienhinweisen, Tipps und Werbung von Microsoft. In den Einstellungen unter "System –› Benachrichtigungen und Aktionen" setzen Sie "Bei der Nutzung von Windows Tipps, Tricks und Vorschläge erhalten" den Schalter auf "Aus", damit die Einblendungen unterbleiben.

Tipp 5: Benachrichtigungsbereich anpassen

Auch im Benachrichtigungsbereich tauchen Reklame und wenig nützliche Nutzungshinweise auf. Mit einer Anpassung von "Windows-Willkommensseite nach Updates und gelegentlich bei der Anmeldung anzeigen [...]" in den Einstellungen und "System –› Benachrichtigungen und Aktionen" gibt auch der Benachrichtigungsbereich Ruhe.

Tipp 6: Bannerwerbung im Windows-Explorer abstellen

Auch Windows-Komponenten wie der Windows-Explorer dienen als Werbefläche. Das Programm zeigt hin und wieder Reklame für Onedrive und Microsoft Office 365 oben im Fenster an. Abschalten kann man das im Windows-Explorer über "Ansicht –› Optionen –› Ordner- und Suchoptionen ändern". Auf der Registerkarte "Ansicht" entfernen Sie das Häkchen vor "Benachrichtigungen des Synchronisierungsanbieters anzeigen".

Tipp 7: Unruhige Live-Kacheln verbannen

Das Startmenü zeigt schon seit Windows 8 einige Kacheln mit wechselnden Inhalten an, die aber oft schlecht lesbar sind und im Alltag eher irritieren. Die Live-Kacheln lassen sich im Startmenü einzeln jeweils über das Kontextmenü und "Mehr –› Live-Kachel deaktivieren" abschalten.

Tipp 8: Solitaire-Alternative ohne Werbung

Böse Zungen behaupten, zum Siegeszug der Microsoft-Betriebssysteme hätte vor allem das beifügte Patience-Spiel "Solitaire" beigetragen, das immerhin seit Windows 3.0 mit von der Partie ist. Auch in Windows 10 ist es noch vorhanden, deutlich schicker als früher, dafür aber mit langen Werbeclips. Damit muss man sich nicht zufriedengeben: Hier lohnt ein Blick auf die Open-Source-Alternative Open Solitaire.

6. Windows Update: Automatische Neustarts verhindern

Das automatische Windows-Update ist aus Sicherheitsgründen wünschenswert. Allerdings führt Windows 10 oft auch gleich einen automatischen Neustart durch, um die Updates zu installieren - und das kann quälend lange dauern. Besonders nervig: Der Computer ist währenddessen nicht benutzbar.

In den Einstellungen sollte man deshalb unter "Update und Sicherheit" mit "Nutzungszeit ändern" ein Zeitfenster festlegen, in dem der Rechner von Windows Update nicht automatisch neu gestartet wird. Mit "Neustart planen" können Anwender eine gewünschte Zeit angeben, wann ein Neustart erfolgen soll - etwa um 2:00 Uhr nachts.

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