Windows 10

Windows entnerven: 20 Tipps zum Optimieren

19.02.2019
Von David Wolski
Serverräume oder Orte mit abenteuerlichem Internetzugang sind heute sein Habitat. Seltener ist er in Meetings anzutreffen, zumal sich seine Existenz als Freelancer über zwei Kontinente und diverse Projekte erstreckt.

13. Wege ins Bios: Ein zu schneller Systemstart

Die meisten Windows-PCs und Notebooks haben kein Herz mehr für Tüftler und experimentierfreudige Anwender. Der Systemstart ist derart fix, dass sich keine Taste mehr zum Aufruf der Bios- beziehungsweise Uefi-Einstellungen zeigt. Es gibt aber einen anderen Weg ins Bios/Uefi: Klicken Sie im Anmeldebildschirm oder im Startmenü auf die "Ein/Aus"-Schaltfläche. Halten Sie die Shift-Taste gedrückt und klicken Sie auf "Neu starten". Windows fährt herunter und zeigt dann ein Menü an, mit dem Eintrag "Problembehandlung -› Erweiterte Optionen -› "UEFI-Firmwareeinstellungen".

14. Bluescreen: Fehlersuche statt umgehender Neustart

Bitte Bluescreen statt sofortiger Neustart: Schön sind Abstürze in keinem Fall.
Bitte Bluescreen statt sofortiger Neustart: Schön sind Abstürze in keinem Fall.

Bei Hardwaredefekten und nach der Installation unpassender Treiber kann es sein, dass Windows 10 abstürzt. Das tut es in den Standardeinstellungen sang- und klanglos, denn das System leitet zur Fehlerdiagnose sofort einen automatischen Neustart ein. Besser wäre aber oft die Anzeige des bekannten "Bluescreens", allein um die Fehlerursache einzugrenzen. Über die inkonsistenten Einstellungsmenüs in Windows 10 gibt es mehrere Wege, den automatischen Neustart bei Fehlern zu unterbinden. Der schnellste Weg führt über die Startmenü-Suche zu "Erweiterte Systemeinstellungen anzeigen". Dort entfernen Sie den Haken vor der Option "Erweitert -› Starten und Wiederherstellen -› Einstellungen -› Systemfehler -› Automatisch Neustart durchführen".

15. Hängende Tasten: Einrastfunktion abschalten

Dies ist ein echter Klassiker unter den lästigen Windows-Automatismen, über den besonders oft Gamer während der größten Action stolpern: Wird die Umschalt-Taste kurz hintereinander fünfmal betätigt, fragt Windows nach, ob es die "Einrastfunktion" aktivieren soll, die zu den Zugangshilfen gehört und Tastenkombinationen vereinfachen soll. Um die Funktion abzuschalten, ist ein Besuch der Einstellungen und dort von "Erleichterte Bedienung -› Tastatur" nötig. Entfernen Sie das Häkchen vor "Tastenkombinationen zum Starten der Einrastfunktion zulassen".

16. Webbrowser: Google Chrome oder Firefox statt Edge

Der Webbrowser Edge integriert sich einwandfrei in Windows 10 und rückt auch Microsofts Suchmaschine "Bing" in den Vordergrund. Mit den Funktionen und Erweiterungen der Platzhirsche Firefox und Google Chrome kann er indes nicht konkurrieren. Man könnte Edge als Download-Tool für die anderen, richtigen Browser begreifen, die eben nicht nur an Windows gebunden sind, sondern auf etlichen anderen Plattformen laufen. Nach der Installation des Wunsch-Programms bleibt noch, diesen Browser unter "Einstellungen -› Apps -› Standard-Apps -› Webbrowser" als Standard festzulegen.

17. Autostart: Programme überprüfen oder deaktivieren

Autoruns ist eines der wichtigsten Systemwerkzeuge für Fortgeschrittene.
Autoruns ist eines der wichtigsten Systemwerkzeuge für Fortgeschrittene.

Auf vorkonfigurierten Notebooks läuft schon im Auslieferungszustand eine ganze Phalanx an Hintergrundprogrammen. Davon sind nicht alle zum Betrieb nötig und viele stören nur. Auf einem Windows 10, das über Jahre in Betrieb war, sammeln sich eine Menge automatisch startender Hintergrundprozesse.

Zum Analysieren und Ausmisten der überflüssigen Programme ist neben dem Standardwerkzeug in Windows 10, das sich in den Einstellungen unter "Apps -› Autostart" befindet, das Tool Autoruns eine enorme Hilfe. Autoruns stammt vom renommierten Windows-Entwickler Mark Russinovich und ist Freeware.

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