Stefanie Kemp, Country Leader Oracle Deutschland

"Wir brauchen Stabilität in der Kundenansprache"

Heinrich Vaske ist Editorial Director von COMPUTERWOCHE und CIO. Seine wichtigste Aufgabe ist die inhaltliche Ausrichtung beider Medienmarken - im Web und in den Print-Titeln. Vaske verantwortet außerdem inhaltlich die Sonderpublikationen, Social-Web-Engagements und Mobile-Produkte und moderiert Veranstaltungen.
Stefanie Kemp ist neue Chefin von Oracle Deutschland. Im Interview spricht sie über die Fehler der Vergangenheit, ihren neuen Ansatz und die Beziehung zu den Oracle-Kunden.
Stefanie Kemp, Country Leader Oracle Deutschland, leitet die Geschäfte von Oracle in Deutschland.
Stefanie Kemp, Country Leader Oracle Deutschland, leitet die Geschäfte von Oracle in Deutschland.
Foto: Oracle

CIO.de: Sie waren jahrelang CIO, unter anderem bei Vorwerk und Innogy. Jetzt haben Sie bei Oracle die deutsche Geschäftsführung übernommen. Was hat Sie zu diesem Seitenwechsel veranlasst?

Stefanie Kemp: So etwas passiert nicht geplant, da spielen Zufälle eine Rolle und natürlich die Tatsache, dass ichich im Laufe meiner KarriereKarriere viele Menschen kennengelernt habe, die vielleicht auch im richtigen Augenblick mal anrufen. Profil von Stefanie Kemp (RWE IT GmbH) im CIO-Netzwerk Alles zu Karriere auf CIO.de

CIO.de: Und warum Oracle?

Kemp: Ich habe in den letzten drei Jahren aus verschiedenen Perspektiven auf die Themen DigitalisierungDigitalisierung, InnovationInnovation und Prozesse in den Unternehmen geschaut. Einer der Megatrends ist natürlich Cloud ComputingCloud Computing. Da ist OracleOracle später eingestiegen, aber von der Technologie her machen wir das Richtige. Alles zu Cloud Computing auf CIO.de Alles zu Digitalisierung auf CIO.de Alles zu Innovation auf CIO.de Alles zu Oracle auf CIO.de

Eine der großen Herausforderungen für CIOs ist ja, dass man nie ein völlig integriertes Portfolio hat, was Datenbank, Middleware und Anwendungen betrifft. In der heutigen Oracle-Welt können Kunden ihr Unternehmen technisch komplett integriert und durchgängig Ende zu Ende gestalten. Das war für mich ein zündender Moment. Ich habe mir gesagt: Wenn ich schon die Seiten wechsele, dann zu einem integrierten Supplier, der verstanden hat, wie und mit welchen Produkten sich komplette Unternehmensprozesse integrativ abdecken lassen.

"Jetzt haben wir bei Oracle jemanden, der unsere Sprache spricht"

CIO.de: Wie haben denn Ihre vielen Freunde aus der CIO-Community reagiert, als Sie ihnen Ihre Oracle-Pläne offenbart haben?

Kemp: (Lacht) Es gab natürlich einige 'witzige Reaktionen', aber auch viele Gratulationen, über die ich mich wirklich gefreut habe. Was wir als CIOs bei Oracle vielleicht ein bisschen vermisst haben, war das Denken in Lösungen und nicht nur in Produkten. Da möchte ich ansetzen, das macht es interessant für mich. Ein paar CIOs haben zu mir gesagt: Jetzt haben wir bei Oracle jemanden, der unsere Sprache spricht und weiß, was wir erwarten. Das ist natürlich ein Ansporn ...

CIO.de: Oracle ist für seine weltweit zentrale Aufstellung bekannt und steht im Ruf, ein stark Sales-getriebenes Unternehmen zu sein. Wie viel Spielraum haben Sie überhaupt für individuelle Kundenlösungen?

Kemp: Eines der vielen Themen, über die wir im Vorfeld gesprochen haben, war die Wahrnehmung von Oracle bei Kunden und die Gestaltung dieser Schnittstelle. Mit der Entscheidung, mich in diese Position zu berufen, setzt Oracle neu an: Statt in Sales- und Produktkategorien zu denken, wollen wir den Lösungsansatz intensiver verfolgen - und so auch von den Kunden wahrgenommen werden. Das ist ein Kulturwandel, den Oracle hier vorantreiben möchte. Und ich bin überwältigt, wie auch die Oracle Mitarbeiter dies aufnehmen.

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