Strategien


IBM-Chefin Koederitz

"Wir sehen eine Verschiebung des Portfolios"

Heinrich Vaske ist Editorial Director von COMPUTERWOCHE und CIO. Seine wichtigste Aufgabe ist die inhaltliche Ausrichtung beider Medienmarken - im Web und in den Print-Titeln. Vaske verantwortet außerdem inhaltlich die Sonderpublikationen, Social-Web-Engagements und Mobile-Produkte und moderiert Veranstaltungen.

Das Großrechnergeschäft wird seit vielen Jahren totgesagt, hat sich aber bislang hartnäckig behauptet. Was erwarten Sie in den nächsten Jahren?

Koederitz: 2012 war das erfolgreichste Jahr im Mainframe-Umfeld seit langem. Wir hatten eine erfolgreiche Einführung neuer Z-Modelle. Am Ende geht es um die intelligente und effiziente Verarbeitung von Daten, und der Mainframe war und ist der klassische Data- und Transaction-Hub. Wir haben viel investiert in die Mainframe-Technologie, auch um sie in Richtung Linux und Open Standards zu öffnen. Die Kunden erkennen das; gerade in den Wachstumsmärkten gibt es manche Unternehmen, die sich erstmalig mit dem Mainframe beschäftigen. Es ist eine ganz bedeutende Plattform, wenn wir über Big Data und Analytics reden, und wir wollen sie konsequent weiter entwickeln.

Es gab im letzten Jahr Schlagzeilen über einen größeren Personalabbau bei IBM Deutschland. Wie ist der Status quo?

Koederitz: Ich habe das im vergangenen Jahr vor der CeBIT dementiert. Dazu ist alles gesagt, was es zu sagen gibt. Es hat sich nichts geändert.

Martina Koederitz über Shareconomy

Stichwort CeBIT: "ReThink your Business" ist dort in diesem Jahr IBMs Motto. Die Messe selbst hat als Leitthema "Shareconomy" gewählt. Meinen Sie das gleiche?

Martina Koederitz auf der CeBIT 2012. Auch in diesem Jahr wird Hannover anstrengend.
Martina Koederitz auf der CeBIT 2012. Auch in diesem Jahr wird Hannover anstrengend.

Koederitz: Hinter Shareconomy steckt die Frage, wie man in Zukunft besser und intelligenter zusammenarbeitet. Wie teilt man Wissen, wie schafft man partnerschaftlich Innovationen? Unsere CEO-Studie vom letzten Jahr hat gezeigt, dass Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit bei den sich immer schneller entwickelnden Technologiezyklen nur noch beherrschbar sind, wenn Unternehmen sich öffnen und Partnerschaften eingehen. Diejenigen, die ihr Know-how am schnellsten und sinnvollsten teilen, werden auf Dauer in einer besseren Wettbewerbsposition sein. Auch wir als IBM tauschen unser Wissen mit Partnern und Forschungseinrichtungen aktiv aus. Die Shareconomy hat also einen Einfluss auf die Geschäftsmodelle von morgen. Deshalb ist unsere Position: "ReThink your Business."

Die neuen Technologien werden vor keiner IndustrieIndustrie halt machen. Jede Branche, jedes Unternehmen muss sich überlegen, welche Wirkung diese Themen haben und wie damit umzugehen ist. Vor diesem Hintergrund werden wir in Hannover intelligente Projekte und Lösungen zur Diskussion stellen. Top-Firmen der Branche Industrie

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