Sechs Unterschiede

Worin Angestellte anders als Freelancer sind



Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.

4. Freiberufler weniger selbstbestimmt: 56 Prozent von ihnen betonen, Selbstbestimmung sei ein sehr wichtiges Kriterium für ihre Entscheidung zur Freiberuflichkeit gewesen. Als vollständig erfüllt betrachtet dies aber nur jeder Dritte. Was überrascht: Während 62 Prozent der festangestellten Wissensarbeiter nach eigenen Angaben selbst bestimmen, wo und wann sie arbeiten, fällt dieser Anteil bei Freiberuflern mit 42 Prozent wesentlich geringer aus. Die Studienautoren begründen das damit, dass das Kontrollbedürfnis der Arbeitgeber bei Freelancern wohl deutlich ausgeprägter ist als bei Festangestellten.

Freiberufler haben größere Social-Media-Affinität

5. Freiberufler vernetzen sich häufiger über soziale Netzwerke: Festangestellte Wissensarbeiter vernetzen sich vor allem bei Konferenzen (69 Prozent) und Messen (44 Prozent), nur jeder Fünfte nutzt dafür soziale Netzwerke. Freelancer vernetzen sich etwa gleich intensiv bei Konferenzen und über Social MediaSocial Media (58 bzw. 56 Prozent). Alles zu Social Media auf CIO.de

6. Freiberufler bewerten gemischte Teams positiver: Sowohl festangestellte als auch freiberufliche Mitarbeiter halten die Zusammenarbeit in gemischten Teams für produktivitätsfördernd. Freiberufler bewerten sie noch positiver als Festangestellte (86 versus 62 Prozent). Für eine effektive Integration halten 89 Prozent der Freelancer die Einbindung in die Kommunikationsstruktur ihrer Kunden für sehr wichtig oder wichtig. Tatsächlich fühlen sich 26 Prozent aktuell vollständig eingebunden, 46 Prozent überwiegend eingebunden.

Im Fazit der Studie heißt es: Unternehmen benötigten Freiberufler, um Know-how-Lücken zu schließen. Sie tun sich nach Ansicht von Hays aber schwer damit, ihnen selbstbestimmtes Arbeiten zuzugestehen und sie in die Kommunikationsstrukturen zu integrieren.

Für die Studie hat der Personaldienstleister Hays 309 festangestellte und 272 freiberufliche Wissensarbeiter nach ihrem Selbstverständnis und ihrem Arbeitsumfeld befragt. Diese Umfrage bildet den zweiten Teil des Studienprojekts "Wissensarbeiter und Unternehmen im Spannungsfeld". Im ersten Teil wurden zehn Wissenschaftler, Berater und Knowledge-Management-Verantwortliche zum Thema befragt.

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