Android-Smartphone zum Kampfpreis

ZTE Skate im Test

Moritz Jäger ist freier Autor und Journalist in München. Ihn faszinieren besonders die Themen IT-Sicherheit, Mobile und die aufstrebende Maker-Kultur rund um 3D-Druck und selbst basteln. Wenn er nicht gerade für Computerwoche, TecChannel, Heise oder ZDNet.com schreibt, findet man ihn wahlweise versunken in den Tiefen des Internets, in einem der Biergärten seiner Heimatstadt München, mit einem guten (e-)Buch in der Hand oder auf Reisen durch die Weltgeschichte.

Android, Oberfläche und Verarbeitung

Das auf dem Skate installierte AndroidAndroid 2.35 ist zwar nicht das aktuellste, läuft aber einwandfrei und erfüllt seine Aufgaben immer noch ordentlich. Wann und ob allerdings ein Update für das Skate erscheint, ist noch nicht bekannt. Wer übrigens den USB-Treiber für das Gerät sucht, der wird online kaum fündig: ZTE hat diese auf dem Smartphone hinterlegt. Schliessen Sie das Gerät an einen PC mit Windows XP an, tauchen die Daten als CD-Laufwerk im Dateisystem auf. Unter Windows 7 klappt dieses Vorgehen übrigens nicht, wer also kein System mit Windows XP hat, dem bleibt nur der Griff zur virtuellen Maschine. Alles zu Android auf CIO.de

Die Android-Oberfläche ist sehr schlicht gehalten, ZTE nimmt an den Google-Vorgaben lediglich minimale Änderungen vor, etwa sind eine neue Stoppuhr und ein Dateimanager installiert. Unnütze Apps, so genannte Bloatware, die sich nicht entfernen lassen, sind nicht vorhanden.

Standard: ZTE nimmt keine optischen Veränderungen zur Standardoberfläche vor.
Standard: ZTE nimmt keine optischen Veränderungen zur Standardoberfläche vor.

Ein Manko: Unser Testgerät hatte nach der Inbetriebnahme lediglich 142 MByte internen Speicher frei. Dieser ist wichtig, denn Android nutzt ihn als Standardinstallation für die Apps und als Cache. Erfahrungsgemäß ist dieser schnell voll, vor allem, wenn man zahlreiche Apps installiert. Eine (auf einem anderen Smartphone installierte und aktiv genutzte) Facebook-App belegt beispielsweise 9,32 MByte, Firefox liegt bei 19,11 MByte und Google+ genehmigt sich sogar 23,13 MByte. Wer sich also mit Apps austoben will, der muss beim ZTE Skate clever vorgehen. Nicht mehr benötigte Apps sollte man deinstallieren, zusätzlich sollten Applikationen auf die Speicherkarte ausgelagert werden. Dieses Vorgehen schafft Platz auf dem wertvollen internen Speicher, die Leistung wird kaum beeinträchtigt.

ZTE verbaut einen angenehm große Akku, eine Kapazität von 1400 mAh steht dem Nutzer zur Verfügung. Dadurch erreicht das Smartphone eine lange Laufzeit, im Test waren bis zu zwei Tage bei normalem Betrieb möglich. Hier kommt dem Smartphone olffenbar der scheinbar dunkle Bildschirm zu Gute. ZTE gibt eine Stand-By-Zeit von bis zu 10 Tagen an - das ist aber doch etwas hoch gegriffen.

Beim Thema Multimedia beschränkt sich das Skate auf die Grundlagen: MP3s und WAV-Dateien spielt das Gerät problemlos ab, ebenso wie "einfache" Videoformate, etwa AVI und M4V. Nutzer die OGG, MKV oder FLAC verwenden, müssen die entsprechenden Player aber aus dem Android Marktplatz, GoogleGoogle Play, nachladen. Das gleiche gilt für den Einsatz von DLNA-Funktionen. Alles zu Google auf CIO.de

Das Smartphone liegt mit 120 Gramm gut in der Hand. Wer größere Hände hat, der kommt damit gut zurecht, mit schmalen Händen könnte man das Smartphone etwas zu groß finden, die Abmessungen liegen bei 12,5 x 6,7 x 1,0 cm. Am unteren Ende finden sich drei Tasten, Home, Menü und Zurück. ZTE setzt beim Skate auf "echte" Tasten statt auf Sensortechnik. Dadurch hat man zwar ein gutes haptisches Feedback, allerdings wirken die Tasten natürlich wenige edel als etwa bei der Sensor-Variante. Seitlich links ist die Wippe für Lauter/Leiser angebracht, auf der rechten Seite ist der Ein/Ausschalter.

Zur Startseite