Vorteile, Einwände und erste Anwender

Zum Stand der Diskussion um Cloud Computing

Wolfgang Herrmann ist Editorial Manager CIO Magazin bei IDG Business Media. Zuvor war er unter anderem Deputy Editorial Director der IDG-Publikationen COMPUTERWOCHE und CIO und Chefredakteur der Schwesterpublikation TecChannel.

Definitionen für Cloud Computing

Die Definitionen für den Begriff Cloud Computing sind fast so zahlreich wie die Anbieter einschlägiger Dienste. Je nach Interessenlage betonen Software-, Service- oder Infrastrukturspezialisten unterschiedliche Aspekte. Forrester Research kommt nach einer Anbieterbefragung zu folgender Erklärung:

  • "Cloud Computing steht für einen Pool aus abstrahierter, hochskalierbarer und verwalteter IT-Infrastruktur, die Kundenanwendungen vorhält und nach Verbrauch abgerechnet wird."

  • Das amerikanische Marktforschungs- und Beratungshaus Saugatuck Technology fasst den Begriff weiter: "Cloud Computing umfasst On-Demand-Infrastruktur (Rechner, Speicher, Netze) und On-Demand-Software (Betriebssysteme, Anwendungen, Middleware, Management- und Entwicklungs-Tools), die jeweils dynamisch an die Erfordernisse von Geschäftsprozessen angepasst werden. Dazu gehört auch die Fähigkeit, komplette Prozesse zu betreiben und zu managen."

  • Bei Cloud Computing geht es im Kern darum, Ressourcen dynamisch zur Verfügung zu stellen, erläutert Alfred Zollar, Chef der Tivoli-Sparte in IBMs Software Group. Im Vergleich zu älteren Konzepten könnten Nutzer mit erheblich schnelleren Reaktionen auf Kapazitätsanfragen rechnen.

  • Die Online-Enzyklopädie Wikipedia erklärt das Konzept so: "Cloud Computing (...) ist ein Begriff aus dem Bereich der Computertechnologie, der in engem Zusammenhang mit der Vision des Grid Computing steht. Die Anwender einer Software betreiben die Software-Applikationen und die dazu notwendige Hardware (Server etc.) nicht mehr selbst, sondern beziehen sie über einen Anbieter, der beides für ihn und andere Nutzer betreibt."

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