Humboldt-Uni

Neuer Personalausweis bekommt Forschungslabor

Johannes Klostermeier ist freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media.
In einem neuen Labor von Humboldt-Uni und Bundesdruckerei sollen zehn Studenten und Mitarbeiter an sicheren Identitäten forschen.

Kooperationen zwischen Wirtschaft und Hochschulen werden immer beliebter. Nun hat die traditionsreiche Humboldt-Universität in Berlin zusammen mit der 2000 privatisierten und seit 2009 wieder staatlichen Bundesdruckerei einen Kooperationsvertrag unterzeichnet.

Das Gebäude der Bundesdruckerei in der Berliner Oranienstrasse.
Das Gebäude der Bundesdruckerei in der Berliner Oranienstrasse.
Foto: Bundesdruckerei GmbH

Zur Eröffnung des neuen „BeID"-Labors übergab die Bundesdruckerei den Open Source Code zur Nutzung des neuen Personalausweises der Software „eIDClientCore" an das Institut für Informatik der Humboldt-Universität zu Berlin. Die Software ist der Basis-Code zur Programmierung von Software für die Nutzung der Online-Ausweisfunktion des neuen Personalausweises. Die Humboldt-Universität stellt die Software ab sofort als Open Source bereit.

Professor Peter Frensch, Vizepräsident für Forschung der Humboldt-Universität, und Ulrich Hamann, Geschäftsführer der Bundesdruckerei, eröffneten zudem symbolisch das Forschungslabor „BeID-Lab". Im neuen Labor, das an der Humboldt-Universität in Berlin-Adlershof angesiedelt ist, wollen die Partner gemeinsam Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der „Sicheren Identität" und der Sicherheitstechnologien umsetzen sowie den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern.

Anwerbung von potenziellen IT-Fachkräften

Der Name „BeID-Lab" steht dabei für „Berlin elektronische Identitäten Labor", dieses wiederum ist ein Ergebnis der bisherigen Forschungskooperation des Instituts für Informatik der Humboldt-Universität und der Bundesdruckerei. Letzter geht es neben der Abschöpfung des universitären Wissens auch um die frühzeitige Anwerbung von potenziellen Arbeitskräften auf dem Gebiet der elektronischen Identitätsforschung. "Es ist recht schwierig, auf diesem Gebiet Fachleute zu rekrutieren", sagte Hamann.

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