Auch Externe einbinden

3 To Dos, damit flexibles Arbeiten klappt

08.03.2013 von Andrea König
Mobiles Arbeiten ist kein Selbstläufer. Manager und Mitarbeiter müssen Mühe und Zeit in eine erfolgreiche Zusammenarbeit investieren. Robert Half gibt Tipps.
Damit ein Mitarbeiter auch mobil vollen Einsatz zeigen kann, muss er ausführlich über Projekte informiert werden.
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Schon vor einigen Jahren errechneten IDC-Analysten, dass bereits 2011 mehr als eine Milliarde Angestellte von zuhause oder unterwegs aus arbeiten. Wie viele es tatsächlich sind, lässt sich nur schätzen. Firmen erlauben ihren Mitarbeitern die flexible Arbeit häufig aus Effektivitäts- oder Kostengründen. Auch beim Mitarbeiter-Recruiting betonen Arbeitgeber gern, dass bei ihnen keine Präsenzzeiten gelten.

Doch gerade wenn es sich nicht nur um einen einzigen Home-Office-Tag pro Woche handelt, sondern Mitarbeiter in anderen Städten arbeiten, sind die Führungsqualitäten der Manager gefragt. Denn Angestellte können sich schnell ausgegrenzt und vom Informationsstrom abgeschnitten fühlen. Der Personaldienstleister Robert Half Technology hat Tipps für Manager und Mitarbeiter zusammengestellt.

1. Kommunikation hat höchste Priorität

Die Aufgabe der Manager liegt auf der Hand: Umso besser Mitarbeiter Ziele und ihre eigene Rolle bei einem Projekt verstehen, desto eher werden sie motiviert arbeiten. Projektpläne mit Teilaufgaben und Zeitangaben unterstützen dies.

Mitarbeiter sollten darauf achten, dass sie trotz ihres flexiblen Arbeitsmodells regelmäßig im Kontakt zu ihren Vorgesetzten und Teamkollegen stehen. Gerade bei gemeinsamen Projekten sollte man die anderen kontinuierlich über den Arbeitsstand informieren. Offene Fragen sollte man nicht vor sich herschieben, sondern die Kollegen zügig dazu kontaktieren.

1. Springer:
Mitarbeiter ohne feste Aufgaben können flexibel disponiert werden.
2. Voneinander lernen:
Mitarbeiter aus einer Abteilung erlernen die Fertigkeiten für die Aufgaben aus einer anderen Abteilung - und umgekehrt.
3. Kräftig mischen:
Bei Bedarf können Mitarbeiter unterschiedlicher Abteilungen andernorts eingesetzt werden.
4. Teilen und herrschen:
Komplexe Jobs werden in kleine, einzelne Projekte zergliedert. Siehe Scrum.
5. Kräfte Bündeln:
Ebenso lassen sich komplexe Projekte breiter definieren - so dass bei Bedarf fremde Kollegen einspringen können.
6. Die Cloud-Lösung:
Aus der Ferne arbeiten externe Kollegen bei Bedarf per Internet mit. Das wird einzeln abgerechnet.
7. Die menschliche Cloud:
Wer gute externe Kräfte kennt, holt sie bei Bedarf mit einem Vertrag in die Firma.
8. Geteilte Freud:
Die Mitarbeiter einer Firma können anderen Unternehmen ausgeliehen werden - und umgekehrt.

2. Nötige IT-Ressourcen bereitstellen

Ein Webmail-Zugang allein reicht nicht aus. Wer flexibel arbeitet, braucht einen schnellen und sicheren Zugang auf das Netzwerk des Arbeitgebers. Besonders gut können Manager ihre Mitarbeiter in die Arbeitsabläufe integrieren, wenn sie Videokonferenzen und Enterprise-2.0-Tools anbieten.

Externe in Gruppenaktivitäten einbinden

Wer als Mitarbeiter von unterwegs oder im Home Office tätig ist, muss die besten Voraussetzungen für produktives Arbeiten schaffen und dafür sorgen, dass PC und mobile Geräte laufen. Besonders dann, wenn sie nicht vom Arbeitgeber gestellt werden. Auch auf ein funktionierendes Antivirenprogramm sollte man dabei achten.

3. Integration mobiler Mitarbeiter

Manager sollten sich bemühen, mobile Mitarbeiter gegenüber den anwesenden Kollegen nicht zu benachteiligen. Stehen zum Beispiel Weiterbildungen an, sollte man auch den mobilen Angestellten die Teilnahme ermöglichen - sei es per Videostream oder persönlich. Wenden sich Vorgesetzte an die Mitarbeiter, sollte man die Telearbeiter per Telefonkonferenz oder Webstream einbinden. Und wenn sie nicht an der Weihnachtsfeier teilnehmen können, sollten ihre Manager ihnen eine kleine Aufmerksamkeit schicken.

Umgekehrt sollten die mobilen Mitarbeiter versuchen, wann immer möglich an Gruppenaktivitäten wie Fortbildungen oder Abteilungsfeiern teilzunehmen. Gerade beim Brainstorming sollte man sich nicht im Home Office verkriechen, sondern ruhig auf seine Kollegen zugehen und sich mit ihnen austauschen. Umgekehrt sollte man auch den anderen im Team zum Ideenaustausch zur Verfügung stehen.

Das Fazit beim Personaldienstleister Robert Half lautet: Schon jetzt arbeiten viele Angestellte von unterwegs oder im Home Office. Dieser Trend wird sich zukünftig weiter verbreiten. Damit die flexiblen Arbeitsmodelle zum Erfolg werden, müssen Manager und Mitarbeiter allerdings Arbeit und Zeit in die oben beschriebenen Themen Kommunikation, IT und Integration investieren.