Ein Betriebssystem für alles

6 Thesen zum PC der Zukunft

24.02.2011 von Christiane Pütter
Künftig werden PCs das komplette Processing über einen Chip laufen lassen. Da braucht dann auch niemand mehr einen Fernseher oder ein Radio, wie US-Brancheninsider James Mulroy voraussagt.
Thesen über die Zukunft des Computers.
Foto: Franck Boston - Fotolia.com

Der kastige Tower unterm Tisch wird es wohl nicht mehr sein - aber den PC sterben lassen will unser Schwestermagazin PC World nun auch nicht. James Mulroy hat sich die Entwicklung des Computers angesehen und wagt einen Blick in dessen Zukunft. Seine Thesen lauten:

1. Der PC der Zukunft kann alles auf einem Chip. So, wie die System-on-a-chip-Technologie (Soc) vorankommt, läuft das komplette Processing eines PCs künftig möglicherweise über einen einzigen Chip. Windows 8 zum Beispiel soll diese Entwicklung unterstützen.

Außerdem könnten PCs Pakete aus CPU und Grafik-Prozessor enthalten. Schließlich umfassen die Chips der Zukunft 16.000.000.000 Transistoren, wie Mulroy schreibt.

2. Rechner mit 3D-Effekt: Nicht nur HDTV, auch PCs bieten künftig immer bessere 3D-Effekte. Um die zu genießen, werden die Nutzer keine spezielle Plastikbrille mehr brauchen.

3. Der künftige PC ist ein hübsches Leichtgewicht: Wer sich die neuesten Smartphones mit ihren drei Screens anguckt, weiß, was auch beim PC denkbar wäre, so Mulroy. Alle möglichen Formen nämlich. Zunächst einmal werden sich Hersteller aber vermutlich am Tablet orientieren.

Sicher dürfte aber eines sein: PCs werden immer leichter. Außerdem verbrauchen sie immer weniger Energie.

PCs machen TV und Radio überflüssig

4. Ein Betriebssystem für alles: Künftige Betriebssysteme zeigen sich robust und vielseitig, so Mulroy zuversichtlich. Auf ihnen läuft alles, egal, wo die jeweilige Anwendung herkommt. Windows lässt sich nicht verdrängen, verliert aber an Macht. Dafür holt zum Beispiel Android auf.

5. Niemand braucht noch Fernseher und Radio. Künftige PCs ersetzen TV- und Radiogerät. Klang- und Bildqualität werden immer besser. Sie werden auch Holographien gut widergeben können.

6. Bleiben zwei Unbekannte. Die unbekannten Variablen sind für Mulroy Cloud Computing - und nicht zuletzt der Nutzer. Mit der wachsenden Macht der Konsumenten müssen sich diese auch fragen, was sie wollen, schreibt er.