Nach der genehmigten Übernahme durch Netto

CIO Grewe-Franze verlässt Discounter Plus

09.07.2008 von Rolf Röwekamp
Nur kurz nachdem das Bundeskartellamt die Übernahme durch Netto Marken-Discount zugelassen hat, stellt die Plus Warenhandelsgesellschaft ihren IT-Chef frei.
Christoph Grewe-Franze begann seine Laufbahn bei Plus vor 15 Jahren beim Discounter Ledi, einem Tochterunternehmen von Plus.

Unmittelbar nach der Erlaubnis der Fusion mit Netto hat die Discount-Kette Plus Anfang Juli CIO Christoph Grewe-Franze (50) freigestellt. Kurz zuvor hatte das Bundeskartellamt die Übernahme von Plus durch Netto zugestimmt.

Seine bisherigen Aufgaben bei der Discountmarktkette mit Sitz in Mühleim an der Ruhr nimmt nun CIO Rainer Dombrowski (64) aus der Tengelmann Zentrale wahr. Plus ist ein Tochterunternehmen der Tengelmann-Gruppe. Dombrowski wird die Integration von Plus und Netto auf Seiten der IT begleiten.

Zu Grewe-Franzes wichtigsten Aufgaben zählte in den vergangenen Jahren, IT und Organisation aller europäischen Länder zu vereinheitlichen, zu standardisieren und - wenn sinnvoll - zu zentralisieren.

Seit 2004 auch IT-Chef Europa der Plus-Gruppe

Seine berufliche Laufbahn bei Plus startete er 1993 als Organisationsleiter bei der Discount-Kette Ledi. Plus integrierte das Tochterunternehmen 1999 in ihre Organisation. Seitdem war Grewe-Franze als Leiter Organisation/IT Plus Deutschland tätig, bevor er 2004 zum Leiter Organisation/IT Plus Europa aufstieg.


Die 1972 gegründete Handelskette Plus ist mit mehr als 4000 Filialen und rund 42.000 Mitarbeitern einer der drei größten Discounter Europas. Das Unternehmen erwirtschaftete mit seinen 2900 Filialen und 28.000 Mitarbeitern in Deutschland einen Umsatz von knapp 6,9 Milliarden Euro, ist aber auch in sieben weiteren Ländern aktiv. Der Markteintritt in Bulgarien ist für das nächste Jahr geplant.

Der Hauptsitz der zu Edeka gehörenden Netto Marken-Discount GmbH befindet sich in Ponholz bei Regensburg. Die 1928 gegründete Kette machte 2007 mit ihren 23.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 3,7 Milliarden Euro.