Software-as-a-Service

Cloud-Email setzt sich erst in drei Jahren durch

23.09.2011 von Elke Senger-Wiechers
Erst Ende 2014 soll der Markt für Cloud E-Mail- und Collaboration-Services richtig Fahrt aufnehmen. Bis dahin soll der Anteil laut Gartner lediglich zehn Prozent betragen.

Die Analysten von Gartner haben ihre Zahlen für den Marktanteil an cloudbasierten Email und Collaboration-Services (CECS) nach unten korrigiert. Sie sagen voraus, dass die meisten Unternehmen erst auf CECS umsteigen, wenn der Markt an Fahrt gewinnt - das wird ihrer Einschätzung nach nicht vor 2014 sein. Bis dahin werden lediglich zehn Prozent der Unternehmen auf CECS umstellen. In 2020 soll der Marktanteil der Cloud-Lösungen Gartner zufolge dann aber bereits bei 55 Prozent liegen.

Vor allem kleinere Unternehmen und solche, die in von den Software-Anbietern lange benachteiligten Industrien wie Handel, Produktion und Gastgewerbe tätig sind, könnten bereits heute von CECS profitieren. Dennoch warnen die Analysten davor, dass die Produktreife je nach Service Provider variiert und Vorsicht geboten ist.

"Letztlich erwarten wir, dass CECS das marktbeherrschende Bereitstellungsmodell für die nächste Generation der Kommunikations- und Kollaborationtechnologien in Unternehmen werden wird", prophezeit Tom Austin, Vice President und Partner bei Gartner. "Die Liste mit Argumenten zu CECS zu wechseln ist lang, ebenso wie die Liste, es nicht zu tun."

Drei Hauptgründe, nicht zu wechseln

Dass die Unternehmen langsamer als erwartet zu Cloud Email- und Collaboration-Services wechseln, hat Gartner zufolge drei Gründe: Erstens würden die Unternehmen die maximale Wertschöpfung aus ihren Investitionen in Email-Services herausholen wollen und daher nicht früher als nötig in eine neue Alternative investieren. "Zweitens fokussieren sich IT-Manager viel mehr auf strategische Initiativen, die zum Wachstum oder der Umsetzung des Unternehmensziels beitragen. Die Umstellung auf cloud-basierte oder SaaS-Email-Services wird aber eher unter Kosteneinsparungen eingeordnet als unter strategischen Zielen", so Tom Austin. Schließlich spielten auch die Anbieter eine Rolle. "Ihre Angebote sind bei genauerem Hinsehen weniger überwältigend als die Hochglanzbroschüren vorgeben."