Drucker-Tipps

Die 5 häufigsten Drucker-Fehler

08.11.2012 von Melissa  Riofrio
Wir stellen Ihnen die fünf schlimmsten Drucker-Katastrophen vor und sagen Ihnen, wie Sie diese Fehler beheben oder sogar von vornherein vermeiden können.

Der Drucker hat Ihre Berichte verschluckt! Aber diese Entschuldigung bringt Ihnen nichts, wenn Sie gerade zu einem Kundentreffen gehen müssen und dort nichts vorzeigen können. Kein Wunder, dass die meisten Menschen eine Hass-Liebe zu Druckern empfinden. Immer wenn Sie am meisten auf den Drucker angewiesen sind, dann erscheint einer der vielen möglichen Fehler, beispielsweise entsteht ein Papierstau und die Tinte verschmiert.

Aber bevor Sie Ihre Wut an dem Drucker auslassen, sollten Sie einmal ganz tief durchatmen. Mit ein wenig Geduld und Aufmerksamkeit können Sie vermutlich das Druckerproblem beheben und werden für die Zukunft davor gewappnet sein. Lesen Sie im Folgenden die fünf häufigsten Druckerfehler.

1. Papierstau

In der Regel entsteht Papierstau, wenn das durch den Drucker durchlaufende Papier schräg eingezogen wird. Manchmal ignoriert der Drucker dies und zieht für den fortlaufenden Druck weiteres Papier ein und drückt dadurch das schräge und zerknitterte Papier bis zum Auffangbehälter. Ein anderes Mal hört der Drucker einfach während des Druckauftrages auf und das gestaute Papier oder ein Teil dessen befindet sich irgendwo in den Tiefen des Druckers.

Wenn ein solcher Papierstau auftritt, dann blinken bei manchen Druckern lediglich ein paar Lichter. Dadurch müssen Sie selbst auf gut Glück Hand anlegen. Bessere Drucker wissen, wo sich der Papierstau befindet. Ihnen wird genau gezeigt, was Sie machen müssen, um das Problem zu beheben. Wenn Ihr Drucker eine solche Anweisung anbietet, dann befolgen Sie diese am besten. Desweiteren sollten Sie sich die Zeit nehmen das Handbuch des Druckers zu lesen, um den Papierstau zu beheben. Wir stellen Ihnen ein paar grundlegende Schritte vor, die Ihnen bei der Problemlösung helfen werden.

Schalten Sie den Drucker aus: Wenn Sie den Drucker öffnen, weil Sie im Inneren hantieren müssen, dann sollten Sie den Drucker vom Strom trennen. Nur so stellen Sie sicher, dass Sie keine Probleme mit irgendwelchen elektrischen Leitungen oder beweglichen Teilen bekommen. Wenn Sie es mit einem Laser-Drucker zu tun haben, dann wollen Sie nicht, dass die Fixiereinheit weitere Wärme produziert. Befindet sich hingegen das gestaute Papier im oder in der Nähe der Fixiereinheit, die Sie anhand der ausgestrahlten Wärme erkennen können, dann werden Sie so lange warten müssen, bis die Fixiereinheit abgekühlt ist.
Öffnen Sie alle Klappen, die zum Papierstau führen: Wenn Sie nicht genau wissen, welche Klappen zum Papierstau führen, dann öffnen Sie zuerst die Papiereinlage und folgen Sie dem Weg des Papieres bis zum Papierauswurf. Dabei sollten Sie jede Klappe oder Schublade, die auf dem Weg liegt, öffnen.

Entfernen Sie vorsichtig das Papier und die Papierfetzen: Sie sollten nach verklemmten oder schräg eingezogenem Papier ausschauhalten und gegebenenfalls auch Papierstückchen entfernen. Ziehen Sie stetig aber vorsichtig das Papier heraus. Wenn möglich sollten Sie das Papier auf dem Weg, den es normalerweise nehmen würde, herausziehen. Falls Sie das Papier rückwärts hinausziehen, strapazieren sie unnötigerweise die Mechanik des Druckers. Achten Sie insbesondere darauf, wirklich das gesamte Papier zu entfernen, denn jedes noch so kleine Stückchen Papier kann den nächsten Papierstau verursachen. Wenn Sie das Pech haben sollten bei dieser Rettungsaktion ein mechanisches Stück des Druckers abzubrechen oder anderweitig zu zerstören, dann unterbrechen Sie diese Aktion und rufen Sie am besten sofort den Kundenservice an.

Schließen Sie alle Klappen und schalten Sie den Drucker wieder ein: Einmal eingeschaltet, sollte der Drucker sich selbst automatisch wiederherstellen. Wenn der Drucker Ihnen mitteilt, dass er immer noch einen Papierstau hat, dann überprüfen Sie abermals den Drucker nach eingeklemmten Papier und schließen Sie wieder alle Klappen. Falls Sie weiterhin die Fehlermeldung des Druckers erhalten, dann probieren Sie es abermals mit einem Neustart des Computers. Zeigt der Drucker immer noch das gleiche Problem an, dann sollten Sie sich an den Kundenservice wenden und hoffen, dass es sich nur um ein tief verstecktes Stück Papier handelt. Die ungünstigere Möglichkeit wäre ein defektes mechanisches Teil, welches den Fehler verursacht.

Wie können Sie Papierstau vermeiden? In den meisten Beziehungen ist eine gute Kommunikation und Behandlung des Druckers das A und O. Im Normalfall sollte der Drucker dann reibungslos drucken. Am besten nutzen Sie nur eine Art von Papier und legen nur dieses in den Papiereinzug. Es spielt keine Rolle, ob der Drucker nur einen oder mehrere Behälter für den Papiereinzug zur Verfügung hat. Sie sollten jedenfalls immer dem Drucker mitteilen um welche Art von Papier es sich handelt. Die meisten Drucker bieten die Möglichkeit das Papier über ein Auswahlmenü zu definieren. Dabei sollten Sie den Namen, Art, Dicke oder Qualität einstellen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihr Drucker ein bestimmtes Papier annimmt, dann sollten Sie das Handbuch zu Rate ziehen. Beim Auffüllen des Papiereinzugs sollten Sie auf die Anforderungen des Einzugs achten. Fragen Sie sich dabei, wie das Papier liegen sollte, wie voll das Fach sein darf und müssen die Länge und Breite angepasst werden?

2. Der Druckauftrag ist in der Warteschlange steckengeblieben

Egal wie fortschrittlich ihr Drucker ist, jeder Drucker kann immer nur einen Druckauftrag auf einmal ausführen. Manchmal wird ein Druckauftrag angehalten und blockiert jeden nachstehenden Druckauftrag. Wenn Sie sichergestellt haben, dass der Drucker nicht auf Grund eines mechanischen Problems, wie Papierstau, zu wenig Papier oder eine unzureichende Menge an Toner oder Tinte, den Druck unterbrochen hat, dann liegt irgendein anderer Fehler vor. Sehen Sie sich die Warteschlange an, um zu erfahren, ob ein bestimmter Druckauftrag vor Ihrer Druckanfrage dieses Problem verursacht.

Falls Sie keinen Netzwerkdrucker haben: Wenn Ihr Computer an einen bestimmten Drucker direkt angeschlossen ist, dann können Sie ohne Umwege auf die Warteschlange zugreifen. Unter Windows müssen Sie hierfür über die „Systemsteuerung", „Hardware und Sound" zu „Geräte und Drucker" gelangen. Dort reicht ein Doppelklick auf den Drucker, um die Warteschlange anzuzeigen. Mit einem Mac gelangen Sie über „Einstellungen" „Druck & Fax-Programm" zum gewünschten Fenster. Alle angehaltenen Aufträge werden dort angezeigt und Sie können diese einfach abbrechen.

Falls Ihr Drucker am Netzwerk angeschlossen ist: In einer Netzwerkwarteschlange können Sie nur auf Ihre eigenen Druckaufträge zugreifen. Stammt das Problem von einer anderen Person, dann sollten Sie entweder diese Person kontaktieren und um Hilfe bitten, oder Sie wenden sich an Ihren Administrator, der einschreiten sollte.

Wie kann dies vermieden werden? Wenn die Warteschlange regelmäßig verstopft, dann sollten Sie sich an Ihre IT-Abteilung wenden. Diese findet den Verursacher des Druckauftrag-Staus und behebt das Problem. Zu den häufigsten Ursachen der Verstopfung gehören zu große Dateien, welche den im Drucker integrierten Speicher überfüllen. Desweiteren passiert dies, wenn Sie versuchen auf einem besonderen Papier, das jedoch nicht im Papiervorrat vorhanden ist, zu drucken. Außerdem kann der Druckauftrag erfordern, dass Sie oder ein anderer Nutzer das Papier manuell hinzufügen. Falls dies nicht geschieht, stehen Sie und Ihre Kollegen sehr schnell in der Warteschlange fest.

3. Ausgelaufener Toner oder Tinte

Eigentlich sind Toner und Tinte dafür gemacht sich zu verteilen, festzusetzen und dort zu bleiben. Nur sollte dies auf Papier geschehen und nicht auf dem Flur.


Verwenden Sie den richtigen Toner: Toner kann durch häufigen Gebrauch im Inneren des Druckers auslaufen oder sogar an die Oberfläche gelangen und Kleidung, Haut oder Wände beschmieren. Vor allem beim Wechsel der Kartusche ist Vorsicht geboten.

Grundlegende Vorsichtsmaßnahmen:

Drei verschiedene Möglichkeiten ausgelaufenen Toner zu entfernen:

Wie kann dies vermieden werden? Gehen Sie mit Toner-Kartuschen insbesondere beim Ein- und Ausbau vorsichtig um. Bevor Sie damit herumhantieren, sollten Sie die Umgebung durch Abdeckung mit Zeitungspapier vor dem Toner schützen.

Es ist für Tinte unüblich aus der Kartusche auszulaufen, solange diese unbeschadet ist. Nur wenn unsachgemäß damit umgegangen wurde und die Kartusche angebrochen, gequetscht oder hinuntergefallen ist, kann dies passieren. Desweiteren können wieder aufgefüllte Kartuschen lecken oder tropfen, sodass Sie diese vorsichtig handhaben sollten.

Im Internet finden sich unzählige Anleitungen, wie Tintenflecken entfernt werden können. Diese reichen vom Einreiben mit Alkohol über Rostlöser und Haarspray bis hin zum Bleichen. Wie effektiv diese Geheimtipps sind, hängt davon ab, wo die Tinte gelandet ist und wie diese chemisch zusammengesetzt ist.

Der gesunde Menschenverstand würde einem dazu raten die Flecken schnell und dennoch vorsichtig zu behandeln. Man sollte mit den einfachsten Mitteln anfangen und wenn notwendig zu drastischeren Mitteln greifen. Bevor Sie eine Reinigungsmethode großflächig anwenden, sollten Sie an einer kleinen Stelle sicherstellen, dass die Methode an sich nicht schon Schäden anrichtet.
Der allererste Schritt: Saugen Sie die Tintenflecken mit einem saugfähigen Lappen oder Papiertüchern auf.

Tinte auf der Haut: Wenn Sie Tinte auf die Haut bekommen, dann sollten Sie die betroffene Stelle zuerst mit Seife und Wasser reinigen. Falls das nicht ausreicht, was in der Regel der Fall ist, müssen Sie dem Fleck mit einer Bürste zu Leibe rücken und die betroffene Stelle schrubben. Zu guter Letzt können Sie Ihrer Haut wieder Feuchtigkeit spenden und eincremen.

Tinte auf Textilien oder auf dem Teppich: Auch hier sollten Sie zur Fleckenentfernung zuerst Wasser und Seife verwenden. Dabei sollten Sie darauf achten den Fleck nicht noch tiefer in das Textilgewebe hineinzudrücken. Desweiteren sollten Sie immer nach innen tupfen, um den Fleck nicht weiter zu vergrößern. Andere Reinigungsmittel sollten Sie nur mit großer Vorsicht nutzen.
Tinte auf harten Oberflächen: Wenn auf der Oberfläche nach dem Aufsaugen der Tinte immer noch ein Fleckrückstand vorhanden ist, dann sollten Sie eine andere Reinigungsmethode ausprobieren oder einfach für die Oberfläche spezialisiertes Reinigungsmittel benutzen.

Tinte im Drucker: Das Innere des Druckers zu reinigen gehört zu den undankbarsten Aufgaben, denn der Erfolg ist ziemlich ungewiss.

Wie kann dies vermieden werden? Gehen Sie das nächste Mal mit der Kartusche noch viel sorgsamer um, insbesondere wenn es sich um eine Nachgefüllte handelt. Besondere Obacht gilt dem Ein- und Ausbau. Wenn Sie damit rechnen, dass Sie beim Transport kleckern, dann sollten Sie Zeitungspapier zum Abdecken der Umgebung verwenden.

4. Plötzlicher Stromverlust

Wenn der Drucker während des Druckes ausgeschaltet werden sollte, sei es auf Grund von zu großen Spannungsschwankungen im Stromnetz, einem Stromausfall, weil jemand den Stecker gezogen hat oder weil die Sicherung rausgesprungen ist, dann sollten Sie diesen Vorfall wie einen besonderen Papierstau handhaben.

Schalten Sie den Drucker aus: Falls der Drucker wieder eingeschaltet wurde, dann sollten Sie diesen wieder vollständig vom Stromnetz trennen. Ansonsten könnte der Drucker wieder arbeiten während Sie noch Fehler beheben.
Befreien Sie den Papierweg: Weil der Drucker plötzlich ausgeschaltet wurde, können sich im Inneren noch Zettel befinden, die ursprünglich bedruckt werden sollten. Auf der Suche nach dem steckengebliebenen Papier sollten Sie wie beim Papierstau vorgehen.

Schalten Sie den Drucker wieder ein: Dies setzt natürlich voraus, dass der Drucker am Stromnetz angeschlossen ist und die Ursache für den Stromausfall beseitigt wurde. Wenn der Drucker hochgefahren ist, sollten Sie überprüfen, ob irgendwelche Fehler angezeigt werden. Seltsame Geräusche können ebenfalls auf eine Fehlfunktion, welche durch den Stromausfall verursacht wurde, hinweisen. Bei einem LED-Drucker sollten Sie das Handbuch zur Rate ziehen. Wenn Sie einen Inkjet-Drucker verwenden, dann kann es notwendig sein, diesen zu reinigen. Bevor Sie damit jedoch anfangen, sollten Sie eine Testseite drucken und auf Fehler untersuchen. Auch hier ist es ratsam die Anleitung des Druckers zu lesen.

Wie kann dies vermieden werden? Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Drucker von selbst ausschaltet, ist sehr gering. Liegt die unterbrochene Stromzufuhr jedoch an Spannungsschwankungen, welche in Ihrer Gegend häufig vorkommen, dann sollten Sie vor den Drucker eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) vorschalten. Diese kann zum einen die Schwankungen ausgleichen und bei einem Stromausfall eine kurzzeitige Stromzufuhr gewährleisten, bis der Druckauftrag beendet ist. Danach sollten Sie den Drucker ordnungsgemäß herunterfahren lassen.

5. Sie haben auf der falschen Seite des Fotopapieres gedruckt

Sie warten sehnsüchtig auf das tolle Fotos aus dem Drucker, aber stattdessen erhalten Sie ein Bild mit vielen Flecken und Tintentropfen. Die Tropfen werden leider nicht mehr richtig einziehen, weil Sie auf der falschen Seite des Fotopapieres gedruckt haben.

Brechen Sie wenn möglich den Druck ab. Dies ist besonders wichtig, wenn die nachstehenden Ausdrucke ebenfalls auf Fotopapier ausgedruckt werden sollten. Damit die nachfolgenden Ausdrucke richtig sind, sollten möglichst schnell eingreifen und die Blätter richtig einlegen.

Entfernen Sie vorsichtig das Papier. Beim Rausholen des falsch bedruckten Papieres sollten Sie darauf achten, es möglichst gerade zu halten, sodass die Tinte nicht über den Rand hinausläuft. Am besten ziehen Sie sich für diese Aktion Einweghandschuhe an, sodass Ihre Hände nicht beschmutzt werden. Eine Alternative wären Papiertücher, mit denen Sie das Bild festhalten und wegtragen.
Werfen Sie das Bild weg. Es bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als sich von dem Bild, dem teuren Fotopapier und der wertvollen Tinte zu trennen. All dies sollte schnellstmöglich in den Müll geworfen werden, bevor irgendwas dreckig wird.

Wie können Sie das vermeiden? Lesen Sie sich das Drucker-Handbuch durch und bringen Sie am Drucker unmissverständliche Hinweise an, wie das Papier eingesetzt werden sollte.

Der Originaltext wurde von Melissa Riofrio verfasst. Übersetzung: PC-Welt