Metro strukturiert IT um

Handelsriese schafft neues CIO-Office

17.06.2009 von Christiane Pütter
Der Handelsriese Metro baut ein neues CIO-Office auf. Dessen Leitung übernimmt Gerd Wolfram. Derzeit ist er Geschäftsführer der MGI Metro Group Information Technology.
Gerd Wolfram, bisher Geschäftsführer der MGI Metro Group Information Technology, übernimmt Anfang 2010 das neue CIO-Office der Metro.

Der Düsseldorfer Handelsriese Metro strukturiert seine IT um. Wie die Lebensmittel-Zeitung meldet, wird der Konzern ein neues CIO-Office einrichten. Anfang 2010 soll Gerd Wolfram die Leitung dieses Büros übernehmen. Er berichtet dann direkt an Metro-IT-Vorstand Zygmunt Mierdorf (57).

IT-Vorstand der Metro ist Zygmunt Mierdorf.

Über die personelle Ausstattung des neuen CIO-Office schweigt sich Metro aus. Ein Sprecher bestätigte jedoch gegenüber cio.de, dass Wolfram die IT-Governance und IT-Transparenz verantworten wird sowie für Koordination und Abstimmung zwischen den Vertriebslinien zuständig ist.

Dafür beendet der 50-jährige Diplom-Kaufmann seine bisherige Arbeit als Geschäftsführer der MGI Metro Group Information Technology. In dieser Funktion kaufte er Hard- und Software sowie IT-Dienstleistungen für die Metro Group ein.

Den IT-Einkauf verantwortet bei MGI künftig Silvester Macho, der außerdem das Ressort Development & Systems übernimmt. Er bildet eine Doppelspitze mit Dirk Töpfer, dem Vorsitzenden der MGI-Geschäftsführung.

Für Macho ist der Job nicht neu: Er saß schon einmal in der MGI-Geschäftsführung. Er war jedoch für eine neu geschaffene Querschnittsgesellschaft, die Metro Group Solutions (MGS), abgezogen worden.

Die Lebensmittelzeitung spekuliert nun, dass Metro die MGS wieder auflöst. Indiz: Machos dortiger Geschäftsführungs-Kollege Stephan Biallas wechselt zur Metro Cash + Carry International. Er verantwortet dort das weltweite Information Management.

Metro gilt als RFID-Pionier

Die Metro gilt als Pionier in Sachen neuer Technologien: Der Konzern startete Ende 2004 ein Innovation-Center, um die konkrete Nutzung von RFID im alltäglichen Warengeschäft voranzutreiben. Außerdem erprobt das Unternehmen in seinem Future Store in Tönisvorst zum Beispiel ein Info-Terminal, an dem sich Verbraucher über die Herkunft von Eiern informieren können. Das Terminal beschränkt sich nicht allein auf den Stempel auf dem Ei, der aufzeigt, ob das Ei aus einer Legebatterie oder von einem Bio-Hof stammt. An dem Geräte lässt sich der gesamte Weg grafisch darstellen.

Der Handelskonzern mit Sitz in Düsseldorf verfügt nach eigenen Angaben über 3.370 IT-Mitarbeiter und 85.000 Nutzer. Die Metro setzte im vergangenen Jahr knapp 68 Milliarden Euro um.