HEADHUNTER

"Headhunter gehören bei unserem Beruf einfach dazu - das ist doch auch völlig legitim."

03.12.2001 von Marita Vogel
Günter Köster, CIO bei Dynamit Nobel in Troisdorf, ist Chef von 150 Mitarbeitern und verfügt über einen Etat von knapp vierzig Millionen Euro. Das Unternehmen produziert unter anderem Karosserieteile für den Smart.

CIO : Wie gelangt man ins Visier von Headhuntern?

Günter Köster: Neben den beruflichen Leistungen spielt sicher auch der Werdegang eine große Rolle. Ich habe aus meiner Sicht eine gute Kombination für einen CIO: betriebswirtschaftliches Studium mit der Fachrichtung Informatik in Saarbrücken bei Professor Scheer sowie ein umfangreiches IT- und Prozess-Know-how.

Das allein reicht aber doch nicht ...

Es erleichtert aber einiges. Es liegt dann nämlich auf der Hand, dass man sowohl betriebswirtschaftliches als auch technisches Wissen mitbringt. Ein sehr guter Techniker wird aus meiner Sicht nur schlecht wirtschaftliche Belange in den Vordergrund stellen können. Unsere Kernaufgabe ist es, das Ergebnis des Unternehmens zu optimieren. Dazu stehen die BWL und Management-Tools im Vordergrund. Wenn die beruflichen Leistungen und der Ruf stimmen, werden Headhunter schnell aufmerksam.

Was erwarten Sie von einem Executive Searcher?

Seriosität und Diskretion. Man muss sicher sein, dass der Name nicht durch verschiedene Karteien geistert und dass man nicht willkürlich angesprochen wird. Selbstverständlich muss der Executive Searcher im Vorfeld abwägen, ob der Kandidat und das Unternehmen zusammenpassen. Das betrachte ich als seine Hauptaufgabe.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Headhuntern gemacht?

Als ich mich aus persönlichen Gründen verändern wollte, habe ich deren Leistungen in Anspruch genommen. Ich würde mich jedoch nicht weglocken lassen. Grundlage muss stets die beiderseitige Interessenlage sein. Alles andere haben renommierte Executive Searcher und souveräne Manager nicht nötig.