Anlegerschutzgesetz

SEB führt neue Beratungs-Software ein

23.03.2010 von Christiane Pütter
Die SEB Bank hat in Deutschland eine neue Software implementiert, die Beratungsgespräche dokumentieren soll. Hintergrund ist das Anlegerschutzgesetz, das Anfang Januar in Kraft trat.

Die 174 deutschen Filialen der schwedischen SEB-Bank reagieren auf das neue Anlegerschutzgesetz, das zu Jahresanfang in Kraft trat. Eine Lösung der Aachener Aixigo AG soll dem Bankmitarbeiter im Beratungsgespräch mit dem Kunden auf Tastendruck sämtliche Informationen bereitstellen.

Die Lösung "SEB Finanzkonzept" soll Daten aus verschiedenen Bestandssystemen zusammenführen. Dazu zählen persönliche Daten des Kunden sowie dessen Risikoprofil und seine Ziele und Wünsche. Hinzu kommen Informationen über Bestände aus Wertpapieren und Versicherungen sowie sonstiges Vermögen wie beispielsweise Immobilien.

Die Software soll das Beratungsgespräch gemäß dem neuen Gesetz dokumentieren. Darüber hinaus verspricht sich die Bank, Cross-Selling-Potenziale zu erschließen. So soll die neue Lösung beispielsweise Lücken in der Altersvorsorge des Kunden errechnen und passende Produktempfehlungen liefern können.

Die deutsche Niederlassung der SEB Bank hat ihren Sitz in Frankfurt/M. Das Institut wies zum 30. Juni 2009 eine Bilanzsumme von knapp 61 Milliarden Euro aus.