Connected Manufacturing

So wird IIoT ein Erfolg

04.02.2019
Bestens aufgestellt sein für das Internet of Things – dieses Ziel verfolgt aktuell so gut wie jedes Industrieunternehmen. Der Weg dorthin ist klar definiert, erfordert jedoch vor allem umfassende Vernetzung, die dem jeweiligen Einsatzzweck gerecht wird. Wie das geht, erfahren Sie hier.

Die produzierende Industrie muss heute an mehreren Fronten gleichzeitig kämpfen: Die Produktionszyklen verkürzen sich drastisch, während immer neue Player - mit disruptiven Entwicklungen und Innovationen im Gepäck - wie Pilze aus dem Boden schießen. Etablierte Unternehmen müssen in der Lage sein, möglichst schnell auf diese Marktveränderungen zu reagieren. Dabei ist nicht nur entscheidend, Compliance-, Datenschutzrichtlinien und andere regulatorische Vorgaben zu erfüllen - auch die IT-Sicherheit wirft fortlaufend neue und komplexe Herausforderungen auf.

Im Bereich der produzierenden Industrie hat die Digitalisierung den Aufstieg einiger neuer Marktteilnehmer erst ermöglicht - ohne eine tiefgreifende Neuaufstellung kommen aber auch die etablierten Player nicht mehr aus, wenn sie für die digitalisierte Zukunft gerüstet sein wollen. Diese Notwendigkeit haben viele Unternehmen längst erkannt - wie das Beispiel Automatisierung zeigt: Laut einer Studie von Bain & Company werden Unternehmen weltweit mithilfe automatisierter Prozesse und Services ihre Produktivität bis zum Jahr 2030 um bis zu 55 Prozent steigern können. Viele werden letztlich zu ihrem Glück gezwungen werden: Der vielbeschworene Fachkräftemangel wird unausweichlich dazu führen, bestimmte Tätigkeiten beispielsweise an smarte Roboter auszulagern.

Es führt kein Weg daran vorbei, die IT umfassend zu modernisieren und zu automatisieren. Digitales Manufacturing der Zukunft benötigt deshalb ein starkes Fundament, um das Industrial Internet of Things (IIoT) realisieren zu können.
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Der Weg zum "Connected Manufacturer"

Lediglich Teilprozesse zu automatisieren und damit Medienbrüche zu riskieren, um am Ende doch noch jede Menge analoge Schnittstellen zu haben, hat nichts mit dem Industrie-4.0-Gedanken in seiner ursprünglichen Form zu tun. Es führt kein Weg daran vorbei, die IT umfassend zu modernisieren und zu automatisieren. Digitales Manufacturing der Zukunft benötigt deshalb ein starkes Fundament, um das Industrial Internet of Things (IIoT) realisieren zu können. Nur so ist es möglich, etwa von einer reaktiven Wartung zur Predictive Maintenance zu kommen und eine transparente, datengetriebene Wertschöpfung sicherzustellen. Kurzum: Produzierende Unternehmen müssen zum "Connected Manufacturer" werden.

Dieser Begriff beschreibt ein produzierendes Unternehmen, das vom "Top Floor" bis zum "Shop Floor" umfassend erfolgreich transformiert wurde. Dieses Ziel zu erreichen ist kein einfaches Unterfangen: Dort, wo Datenströme heute noch eindimensional laufen, sind künftig neue Verbindungen nötig - Sensoren und Aktoren, ERP- und Planungssysteme und auch die Leitstände müssen miteinander kommunizieren.

Eine besondere Herausforderung besteht dabei darin, Performance und Sicherheit auf einem gleichbleibend hohen Niveau zu gewährleisten. Deshalb benötigen Industrieunternehmen an dieser Stelle eine robuste Plattform für ihre IIoT-Aktivitäten. Gateways, Embedded-PCs und maßgeschneiderte Server-Systeme sollten in einer geeigneten, cloud-basierten Infrastruktur münden und ein "industrielles Netzwerk" abbilden.

Vernetzung ist auch die Voraussetzung für Predictive Maintenance - den wohl wichtigsten Kostenkiller der Industrie. Das Datenaufkommen steigt durch mobile IT, Edge Computing und den Trend zur Multi Cloud schließlich unaufhörlich. Weil die Datenströme zunehmend auf mächtigen Analytics-Plattformen zusammenlaufen, müssen industrielle Überwachungs- und Steuerungssysteme (sogenannte SCADA-Systeme - Supervisory Control and Data Acquisition) eingebunden werden.

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Wie Ford IIoT macht

Was sich verbinden will, muss sich naturgemäß auch öffnen. Indes darf diese Offenheit nur partiell gelten, schließlich müssen Unternehmen auch den daraus entstehenden, neuen Risiken für die IT-Sicherheit angemessen begegnen. Das tun sie am besten mit einer mehrschichtigen Sicherheitsarchitektur, die idealerweise Unterstützung von Künstlicher Intelligenz bekommt, um besonders widerstandsfähig gegen Risiken jeder Art zu sein.

Zahlreiche Unternehmen sind bereits auf einem guten Weg hin zum "Connected Manufacturer" - beispielsweise der Autobauer Ford. Das Traditionsunternehmen entwickelt sich gerade vom klassischen OEM hin zum Mobilitätsunternehmen. Dabei hilft dem Unternehmen vor allem seine Innovationsabteilung Ford Mobility. Diese konzentriert sich ganz auf digitale Mobilitätsservices und agiert im Sinne eines Software Startups. Agile Entwicklungsarbeit auf Basis von User- und Kundenfeedback und kontinuierliches Testing gehören dementsprechend zum guten Ton. Die hierfür nötige Plattform kommt vom Technologie-Partner Pivotal Labs - und trägt entscheidend dazu bei, Automatisierung und Innovationsgeist voranzutreiben.