Keller geht nach gut einem Jahr

Swiss Life verliert IT-Chef

29.02.2012 von Christiane Pütter
Der Schweizer Versicherungskonzern muss sich einen neuen IT-Chef suchen. René Keller wechselte erst Ende 2010 zu Swiss Life. Zunächst übernimmt CEO Ivo Furrer.
René Keller war im November 2010 als neuer IT-Leiter zum Schweizer Versicherungskonzern Swiss Life gekommen. Nun verlässt er das Unternehmen.
Foto: Swiss Life

René Keller (Jahrgang 1964) gibt seine Arbeit als IT-Chef der Swiss Life in Zürich auf. Er hatte erst im November 2010 bei dem Schweizer Versicherungskonzern begonnen und saß dort mit in der Geschäftsleitung. Wie ein Firmensprecher sagt, ist die Kündigung eine "persönliche Entscheidung" Kellers. Er habe "extern eine neue Herausforderung" angenommen.

Der Versicherer wolle sich mit der Nachbesetzung "Zeit lassen", heißt es weiter. Interimistisch fungiert Ivo Furrer (Jahrgang 1957), CEO der Swiss Life Schweiz, als IT-Leiter. An ihn hatte Keller berichtet.

Projekt in den Schlagzeilen

Die IT der Swiss Life geriet Mitte 2008 in die Schlagzeilen: Die Versicherung stoppte ein mehrjähriges Projekt zur Entwicklung einer IT-Plattform für das Kollektivgeschäft. Das Vorhaben namens Amarta war 2000 gestartet worden. Wie die Schweizer SonntagsZeitung damals schrieb, soll das Projekt 500 bis 800 Millionen Franken verschlungen haben.

Seit Ende 2008 läuft ein Nachfolge-Projekt. Die einheitliche Plattform für das Kollektivgeschäft wird laut SonntagsZeitung nicht vor 2014 fertig gestellt sein.

Keller kam im November 2010 von der Credit Suisse Group. Er hatte dort als Head IT Global Core Banking gearbeitet. Weitere Stationen seiner beruflichen Laufbahn sind die UBS und die Winterthur Group.

Swiss Life in Zahlen

Die Swiss Life Holding AG mit Sitz in Zürich geht auf die 1857 gegründete Schweizerische Rentenanstalt zurück. Die Swiss Life-Gruppe beschäftigt rund 7000 Mitarbeiter. Im ersten Halbjahr 2011 wies der Konzern ein Prämienvolumen (verbuchte Bruttoprämien, Policengebühren und erhaltene Einlagen) von gut zehn Milliarden Schweizer Franken aus.